Dortmunds Axel Witsel (vorne) nimmt gegen Augsburgs Ruben Vargas den Ball mit der Brust an. | Bildquelle: dpa

Fußball-Bundesliga Dortmund setzt Zeichen im Titelkampf

Stand: 17.08.2019 19:47 Uhr

Große Worte, starke Taten: Borussia Dortmund hat seiner Kampfansage an Serienmeister Bayern München einen überzeugenden Sieg zum Ligastart folgen lassen.

Der haushoch überlegene Vize-Meister bezwang den allenfalls kämpferisch guten FC Augsburg hochverdient 5:1 (1:1) und setzte sich an die Tabellenspitze. Ein Blitztor des Augsburger Zugangs Florian Niederlechner (1.) beantwortete der BVB durch Paco Alcacer umgehend (3.), dann benötigte er Geduld, um seinen fünften Auftaktsieg in Serie zu sichern. Jadon Sancho (51.), Marco Reus (57.) und erneut Alcacer (59.) trafen innerhalb weniger Minuten, der eingewechselte Julian Brandt (82.) setzte den Schlusspunkt.

"Haben uns nicht mehr gewehrt"

"Das ist das erste Spiel, wir haben in Dortmund gespielt - und leider richtig auf die Fresse bekommen, das ist die Situation", fasste FCA-Kapitän Daniel Baier die Dinge recht deftig zusammen. "Wir haben uns in der zweiten Halbzeit nicht mehr gewehrt und nur noch Geleitschutz gegeben. Das war der Grund für die hohe Niederlage." Die Zahlen gaben ihm Recht: Am Ende waren es 24:5 Torschüsse für die Dortmunder und 78 Prozent Ballbesitz.

BVB-Mittelfeldspieler Julian Weigl war deutlich zufriedener: "Ein geiles Gefühl, besser hätten wir nicht starten können. Auch wenn der Auftakt der Partie nicht nach Wunsch lief, sind wir ruhig geblieben und haben unsere Qualität gezeigt. Dass die Bayern nicht gewonnen haben, haben wir natürlich wahrgenommen - das hat uns noch mehr angespornt. Wir haben einen tollen Kader und können zu Recht mutig sein."

Hummels gleich kalt erwischt

Stammtorhüter Roman Bürki fiel beim BVB aus, dafür kam es zum Wiedersehen zwischen Stellvertreter Marwin Hitz und seinen früheren Augsburger Kollegen. Die Augen aber waren zunächst auf einen anderen gerichtet: Mats Hummels stand drei Jahre nach seinem Abschied aus Dortmund in der Startelf. Bereits nach 31 Sekunden aber der Schock für die von Hummels dirigierte Abwehr: Der Außenseiter, nach der Pokalblamage in Verl mit sechs Sommereinkäufen angetreten, ging in Führung. Carlos Gruezo eroberte den Ball, über links spielte sich der FCA durch, Niederlechner schob aus kurzer Distanz ein.

Schmidt über Koubek: "Wäre unfair, einen herauszunehmen"
Schmidt über Koubek: "Wäre unfair, einen herauszunehmen"

Alcacer korrigierte dies nur 141 Sekunden später nach Vorlage von Reus. Alles auf Anfang. Augsburg sah sich fortan tief in die eigene Hälfte gedrängt, der BVB zog im 4-2-3-1 sein Spiel auf; Julian Weigl, Reus, Hummels, Alcacer oder Axel Witsel hatten Chancen über Chancen.

Schwerstarbeit für Koubek

Der neue FCA-Torhüter Tomas Koubek leistete Schwerstarbeit, bis sich seine Vorderleute einigermaßen sortiert bekamen. Phasenweise stand dann kein Gäste-Spieler auch nur annähernd an der Mittellinie. Nach Ballverlust zog sich Augsburg zudem blitzschnell zurück - das machte es dem BVB, der so gerne den FC Bayern stürzen würde und das inzwischen auch kommuniziert, schwer.

Eine auch spielerisch enorme Erleichterung war das 2:1 durch Sancho: Der FCA war wieder zum Mitspielen gezwungen und fing sich gleich das nächste Tor. Und noch eines, spätestens danach war das Spiel war gelaufen. BVB-Trainer Lucien Favre verschaffte noch Brandt dessen Debüt (68.), die weiteren Zugänge Nico Schulz und Thorgan Hazard hatten von Beginn an gespielt und sich ordentlich präsentiert. Augsburg leistete kaum noch Gegenwehr und bemühte sich am Ende nur noch, das Resultat in Grenzen zu halten.

Augsburg sofort unter Druck

Die Dortmunder treten nun bereits am kommenden Freitag (23.08.19) zum Auswärtsspiel beim 1. FC Köln an. Augsburg hat einen Tag später Aufsteiger Union Berlin zu Gast und steht nach dem Pokalaus gegen Verl und den fünf Gegentoren in Dortmund schon früh in der Saison unter großem Druck.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete die Sportschau am 17. August 2019 um 18:30 Uhr im Ersten.

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