Frankfurter Jubel im DFB-Pokal Viertelfinale 2020 | Bildquelle: Bongarts/Getty Images

DFB-Pokal Frankfurt nach Sieg gegen Bremen im Halbfinale

Stand: 04.03.2020 22:37 Uhr

Ein sehr guter Torwart Kevin Trapp und die Hilfe des Video-Assistenten haben Eintracht Frankfurt den Weg ins Halbfinale des DFB-Pokals bereitet. In der Schlussphase der Partie verloren beide Teams durch ein rüdes Foul wichtige Spieler.

Mit dem 2:0 (1:0) folgt die Eintracht dem FC Bayern München, dem 1. FC Saarbrücken und Bayer Leverkusen in die Vorschlussrunde des DFB-Pokals. André Silva (45.+5) per Elfmeter und Daichi Kamada (60.) erzielten die Tore für die Frankfurter, die aber in der ersten Halbzeit große Mühe hatten.

Eintracht Frankfurt feiert Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals
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Selke scheitert per Kopf

Denn die beiden größten Chancen hatte zunächst Werder. Nach einer weitgehend ereignisarmen halben Stunde schlug Leonardo Bittencourt eine perfekt getimte Flanke in den Strafraum, Davie Selke kam frei zum Kopfball - doch Trapp lenkte den Ball noch um den Pfosten herum. In der 42. Minute traute sich dann Maximilian Eggestein einen Aufsetzer aus 20 Metern zu, erneut war aber Trapp mit einem Klasse-Reflex zur Stelle.

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit schaltete sich dann überraschend für alle Video-Assistent Christian Dingert ein und ließ eine Handspielszene von Ludwig Augustinsson überprüfen. Schiedsrichter Felix Zwayer erkannte tatsächlich einen Kontakt und entschied zum großen Ärger der Bremer auf Elfmeter, den André Silva verwandelte.

"Aber vermutlich sind die Regeln so"

"Ich bin natürlich nicht einverstanden mit der Entscheidung. Ich bin ohnehin kein Freund des VAR. Aber vermutlich sind die Regeln so", sagte Augustinsson in der ARD.

Mannschaftskollege Kevin Vogt bekannte sich ebenfalls als Gegner des Videoassistenten. Es könne nicht sein, so der Zugang aus Hoffenheim, dass "weder wir noch die Frankfurter etwas merken, der Schiedsrichter auch nicht, und dann meldet sich zwei Minuten später einer aus dem Kölner Keller".

Eintracht Frankfurt gegen Werder Bremen - die Stimmen & Analyse
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Rot für Kostic nach grobem Foul an Toprak

Im zweiten Durchgang standen die Frankfurter dann in der Defensive komplett souverän und entschieden die Partie durch einen Konter, den Kamada abschloss.

Die letzten Minuten der Partie musste Frankfurt dann zu zehnt absolvieren: Nach einem bösartigen Tritt in die Wade von Ömer Toprak ohne jede Chance auf den Ball sah Filip Kostic völlig zu Recht die Rote Karte. Toprak musste anschließend mit einer Trage vom Feld gebracht werden und wurde später nach Angaben von Kohfeldt und Geschäftsführer Frank Baumann mit Verdacht auf Schien- und Wadenbeinbruch im Krankenhaus behandelt. Kohfeldt: "Das ist für uns ein schwerer Rückschlag."

Fan-Plakate diesmal mit Augenzwinkern

Positiv an diesem Abend: Hass-Plakate gab es keine. Stattdessen reagierten die Fans von Eintracht Frankfurt mit einem Augenzwinkern auf die jüngsten Diskussionen über die Hetze im deutschen Fußball. Zu Beginn der zweiten Halbzeit rollten sie ein Banner mit dem Schriftzug "Dietmar Hopp du Sohn einer Mutter" aus. Hopp war zuletzt landesweit in den Stadien verunglimpft worden. Bereits vor der Partie war ein Spruchband in Richtung von Frankfurts Trainer Adi Hütter zu sehen gewesen. Darauf stand: "Adi, meld' dich wenn du ne Spielunterbrechung brauchst." Nach den Schmähungen gegen Hopp waren zuletzt, den Vorschriften des Drei-Stufen-Plans entsprechend, mehrere Spiele unterbrochen worden.

In der Bundesliga geht es für Eintracht Frankfurt am Samstag (07.03.2020) mit dem Spiel bei Bayer Leverkusen weiter. Werder Bremen tritt dann bei Hertha BSC an.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 04. März 2020 um 23:00 Uhr.

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