Timo Werner jubelt nach dem Treffer zum 1:0 gegen Frankfurt. | Bildquelle: FILIP SINGER/EPA-EFE/REX

Fußball-Bundesliga Leipzig jubelt über Sieg und Werner

Stand: 25.08.2019 19:53 Uhr

Was eine Vertragsverlängerung doch ausmachen kann: Ein phasenweise wie befreit wirkender Timo Werner hat RB Leipzig zum Sieg gegen Eintracht Frankfurt geführt. Am Ende mussten die Sachsen aber zittern.

Als RB Leipzig am Sonntag (25.08.2019) vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt die Vertragsverlängerung von Nationalstürmer Werner verkündete, brandete im Stadion Applaus auf. Jubeln durften die Sachsen auch nach dem Schlusspfiff. Leipzig rang Eintracht Frankfurt mit 2:1 (1:0) nieder und fuhr den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel ein.

Ausgerechnet Werner (10. Minute) erzielte den Führungstreffer für RB, Yussuf Poulsen (80.) schien dann den Sack zugemacht zu haben. Doch Frankfurts Anschlusstreffer durch Goncalo Paciencia (89.) machte die Nachspielzeit nochmal zur Zitterpartie für Leipzig.

Hasebe: "Wir können Fußball spielen"

"Wir haben dran geglaubt. So, wie wir aufgetreten sind, haben wir das Spiel gefühlt dominiert", sagte Frankfurts Torwart Kevin Trapp nach der Partie enttäuscht bei "Sky". Leipzig habe dreimal aufs Tor geschossen, zwei Bälle seien drin gewesen. Frankfurts Verteidiger Makoto Hasebe äußerte sich ähnlich: "Am Ende war das Ergebnis nicht gut, aber wir haben gezeigt, dass wir Fußball spielen können."

Werner zunächst wie befreit

Vor mehr als 40.000 Zuschauern wirkte Werner nach dem scheinbar endlosen Vertrags-Hickhack zunächst völlig losgelöst. Er riss das Spiel an sich, holte sich die Bälle aus dem Mittelfeld, wich auf die Flügel aus, war stets anspielbar und trieb seine Mannschaft nach vorne. Kein Zufall, dass er nach einer von Poulsen mit dem Kopf verlängerten Ecke per Drehschuss die Führung erzielte.

Frankfurt mit starkem Start

Das 1:0 fiel aus dem Nichts, denn den besseren Start hatten die Frankfurter erwischt. Filip Kostic hatte schon in der sechsten Minute aus spitzem Winkel nur knapp das Tor verfehlt. Werners Führungstor schockte die Eintracht aber dermaßen, dass die Kräfteverhältnisse sich deutlich verschoben.

In der 18. Minute hatte Werner das 2:0 auf dem Fuß. Frei vor dem Tor traf er den Ball nicht richtig. In der Folge verflachte die Partie, was auch den sommerlichen Temperaturen um 30 Grad geschuldet war. Den Frankfurtern steckte zudem das Playoff-Hinspiel der Europa League bei Racing Straßburg (0:1) in den Knochen.

Auch nach der Halbzeit agierten beide Teams in einem dem Wetter angepassten Tempo. Drei Minuten nach Wiederanpfiff schickte RB-Neuzugang Christopher Nkunku wiederum Werner steil, der völlig frei an Frankfurts Schlussmann Trapp scheiterte.

Spannende Nachspielzeit

Die Partie schien entschieden, als Poulsen nach herrlicher Flanke des eingewechselten Emil Forsberg SGE-Keeper Trapp den Ball per Volleyabnahme durch die Beine ins Tor jagte. Paciencia sorgte aber mit seinem Anschlusstreffer kurz vor Ende der regulären Spielzeit für eine spannende, siebenminütige Nachspielzeit.

Dost soll im Anmarsch sein

Am Ergebnis änderte sich jedoch nichts mehr, denn die Nachspielzeit zeigte wieder einmal, woran es der Eintracht derzeit mangelt: nämlich an treffsicheren Stürmern. Der überforderte Dejan Joveljic war da längst ausgewechselt. Und der in Straßburg lustlos wirkende Ante Rebic stand nicht einmal im Kader - offiziell, weil er angeschlagen war. Alle Hoffnungen ruhen deshalb weiter auf Bas Dost, der laut SGE-Sportdirektor Bruno Hübner am Montag nun endlich zum Medizincheck in Frankfurt eintrifft.

Leipzig eröffnet den dritten Spieltag mit seinem Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach am Freitag (30.08.2019) um 20.30 Uhr. Frankfurt empfängt zunächst am Donnerstag Straßburg zum Europa-League-Playoff-Rückspiel und am Sonntag in der Liga um 18 Uhr Fortuna Düsseldorf.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. August 2019 um 18:00 Uhr.

Darstellung: