Marko Grujic (links im Bild) und Dedryck Boyata von Hertha BSC Berlin im Olympiastadion. | Bildquelle: dpa

Bundesliga Herthas Nullnummer gegen Schalke

Stand: 31.01.2020 23:21 Uhr

Die Rekordsumme von 80 Millionen Euro hat Hertha BSC in diesem Winter in ihre Last-Minute-Transfers investiert und will damit die Fans mitreißen. Bei der Nullnummer in der Fußball-Bundesliga gegen Schalke 04 gelang das in keiner Weise.

Von Christian Hornung

Schon die erste Hälfte bei der Auftaktpartie des 20. Spieltags war ein Festival der gähnenden Langeweile. Beide Teams überboten sich am Freitag (31.01.2020) an Harm- und Ideenlosigkeit, die Angriffsbemühungen wirkten träge und bieder, dem Spiel fehlte es komplett an Tempo und Tiefe. 0:0 war das logische Ergebnis dieser tristen Veranstaltung.

Caligiuri sieht einen Fortschritt

Herthas Maximilian Mittelstädt sagte nach der Partie am Sportschau-Mikro: "Wir können mit dem Punkt zufrieden sein. Wir haben alles reingehauen und wussten, dass es ein sehr umkämpftes Spiel wird. Wir haben als Team gut verteidigt. Man sieht, dass wir zum Ende der Partien nochmal Nadelstiche setzen können - wir sind auf einem sehr guten Weg."

Der Schalker Daniel Caligiuri sah ebenfalls eher das Positive: "Natürlich wollten wir gewinnen. Aber wir sind auch froh, dass wir die Null gehalten haben. Hertha stand sehr tief und hat nur auf Konter gewartet. Für uns war es wichtig, eine Reaktion auf das Bayern-Spiel zu zeigen, da haben wir fünf Stück bekommen, deshalb ist das hier ein Fortschritt."

Ein Hauch von Torgefahr kam erstmals kurz vor dem Pausenpfiff auf: Einen 16-Meter-Schuss von Schalkes Weston McKennie fälschte Mittelstädt noch leicht ab, sodass die Kugel knapp über die Latte rauschte.

Schlimmer Fehler von Boyata

Auch nach dem Seitenwechsel tat sich wenig Erhellendes. Die bis dahin größte Chance der Partie resultierte in der 58. Minute konsequenterweise nicht aus einer spielerischen Glanzleistung, sondern aus einem katstrophalen Abwehrfehler. Hertha-Verteidiger Dedryck Boyata spielte im Aufbau die Kugel am eigenen Strafraum quer - genau in die Füße von Schalke-Stürmer Benito Raman. Der stand somit unverhofft völlig frei vor Rune Jarstein, konnte den Ball aus spitzem Winkel aber nicht am Berliner Torhüter vorbeispitzeln.

Kurz danach kam der teuerste Neuzugang der Hertha-Geschichte in die Partie: Krsysztof Piatek, kurz zuvor erst für rund 27 Millionen Euro vom AC Mailand verpflichtet, löste in der 63. Minute Marius Wolf ab. Es wurde Zeit: Bis dahin hatten die Berliner nicht einen einzigen Schuss aufs Schalker Tor gebracht.

Piatek gleich gefährlich

Und Piatek wurde prompt gefährlich: Als Schalkes Keeper Alexander Nübel nach einer Ecke der Herthaner auf der Linie klebte, köpfte der Pole den Ball in der 73. Minute knapp am linken Torwinkel vorbei. Danach verflachten die Angriffsbemühungen aber auch gleich wieder, und in der 87. Minute hatte Berlin Glück, dass die Gäste nicht in Führung gingen: Nach einer Klasse-Flanke von Bastian Oczipka verfehlte Michael Gregoritsch per Kopf das Tor nur um wenige Zentimeter.

Kurz vor dem Abpfiff hatten aber auch die Berliner nochmal einen Matchball - doch Mittelstädt schloss einen Konter mit einem Schrägschuss knapp neben den rechten Pfosten ab.

Wiedersehen im DFB-Pokal

Die Hertha tritt nun in der Liga am nächsten Samstag (08.02.2020) gegen den 1. FSV Mainz 05 an. Schalke hat zeitgleich den SC Paderborn zu Gast. Zuvor sind aber beide Teams noch im DFB-Pokal gefordert - und zwar am Dienstag im direkten Duell auf Schalke (Live-Ticker ab 20.30 Uhr bei sportschau.de).

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. Februar 2020 um 02:55 Uhr.

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