Mainz-Werder Bremen | Bildquelle: dpa

Bundesliga Mainz besiegt müde Bremer

Stand: 04.11.2018 20:22 Uhr

Angeführt von seiner Franzosen-Fraktion hat der 1. FSV Mainz 05 das vermeintliche Topteam von Werder Bremen auf Normalmaß zurechtgestutzt. Nach dem 2:6 zuletzt gegen Bayer Leverkusen unterlagen die Hanseaten zum Abschluss des zehnten Spieltages bei ihrem Lieblings-Auswärtsgegner mit 1:2 (0:1).

Durch die Niederlage bei den zuletzt kriselnden Mainzern hat Werder die Rückkehr in die Spitzengruppe verpasst. Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw trafen am Sonntag (04.11.2018) die Franzosen Jean-Philippe Mateta (25. Minute) und Jean-Philippe Gbamin (51.) für die Mainzer (12 Punkte), die zum ersten Mal seit viereinhalb Jahren wieder zu Hause gegen Werder gewinnen konnten. Daran konnte auch der Treffer von Werder-Oldie Claudio Pizarro (78.) nichts mehr ändern. Nach zuvor sieben Pflichtspielen ohne Sieg reichten den Rheinhessen einfache Mittel wie Laufstärke und Einsatzwille zum Dreier. Durch den Sieg kletterte der FSV auf den zwölften Platz. Die Bremer (17 Punkte) bleiben Sechster. "Jetzt sind wir wieder in der Realität angekommen. Wir müssen nun wieder schnell dahin kommen, wo wir an den ersten acht Spieltagen standen", sagte Bremens Maximilian Eggestein selbstkritisch nach dem Schlusspfiff. "Das war unsere schlechteste erste Halbzeit in dieser Saison", sagte Pizarro, "die Mainzer waren frischer und haben die Zweikämpfe gewonnen."

Zerfahrene Partie zu Beginn

Die Zuschauer in der Mainzer Arena sahen in der Anfangsphase eine völlig zerfahrene Partie. Die ständigen Ballverluste auf beiden Seiten ließen kaum einen Spielfluss aufkommen. Die Mainzer wie auch die Bremer gewannen zumeist die Zweikämpfe in der Defensive, nach vorne ging so gut wie nichts. Nach einer Viertelstunde erhöhten die Gastgeber die Schlagzahl. Der Kameruner Pierre Kunde Malong hatte die erste Chance der Begegnung (16.). Die Bremer hatten auch nach 20 Minuten noch keine gefährliche Szene vorzuweisen - trotz des enormen Potenzials in der Offensive. Die Vorstellung der Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt war bis zu diesem Zeitpunkt enttäuschend.

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Mateta nutzt Moisanders Schnitzer aus

So war es nicht verwunderlich, dass die Mainzer die Schwäche der Norddeutschen zur Führung nutzten. Der Franzose Mateta, der im Sommer für die FSV-Rekordablöse von acht Millionen Euro an den Rhein gekommen war, erzielte sein zweites Saisontor - unter gütiger Hilfe von Niklas Moisander. Sieben Minuten später hätten die Mainzer ihre Führung eigentlich ausbauen müssen. Nach einem Fehler von Werder-Torwart Jiri Pavlenka konnten weder Kapitän Stefan Bell noch Danny Latza vollstrecken. Der miserable Auftritt seiner Schützlinge ließ den Werder-Coach an der Seitenlinie wüten, aufwecken konnte er seine Elf dennoch nicht. Das gelang dem Trainer erst in der Kabine.

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Zu Beginn des zweiten Durchgangs präsentierten sich die Gäste wesentlich aktiver. Die Versäumnisse der ersten Hälfte holten die Bremer dennoch ein, Gbamin traf aus der Distanz - zum ersten Mal in der laufenden Spielzeit. Kohfeldt reagiert umgehend und brachte bei einem Doppelwechsel unter anderem Pizarro, der dann auch noch einmal für Spannung sorgte. Max Kruse scheiterte anschließend noch an Robin Zentner, der etatmäßigen Nummer drei im Tor der Gastgeber. "Wir haben eine sehr gute Halbzeit gespielt und gute Chancen kreiert", sagte Mainz-Coach Sandro Schwarz, "wir sind auch gut aus der Halbzeit gekommen und haben das zweite Tor erzielt. Wir mussten am Ende nochmal zittern, haben aber hochverdient gewonnen."

Mainz muss am kommenden Samstag zum SC Freiburg, Bremen hat Borussia Mönchengladbach zu Gast.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 04. November 2018 um 22:45 Uhr.

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