Werder Bremen verliert auch gegen Hoffenheim | Bildquelle: dpa

Niederlage gegen Hoffenheim Nächste Pleite für Werder

Stand: 26.01.2020 18:29 Uhr

Nach dem Sieg in Düsseldorf wollte Werder Bremen im Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim den nächsten Schritt aus dem Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga machen. Doch es kam ganz anders, auch wegen haarsträubender Defensivaktionen der Hanseaten.

Offensiv viel zu harmlos und defensiv eine Katastrophe: So präsentierte sich Werder Bremen am Sonnntag (26.01.2020) beim ernüchternden Auftritt gegen 1899 Hoffenheim. Die Niederlage besiegelten die Bremer selbst. Zuerst traf Davy Klaassen bei einem Klärungsversuch nach einem Eckball ins eigene Tor (65.). Dann begünstigten Ömer Toprak und Torwart Jiri Pavlenka mit einem Abstimmungsproblem das 0:2 durch Christoph Baugartlinger (79.). Für die endgültige Entscheidung sorgte der eingewechselte Sargis Adamyan mit dem 0:3 (83.).

Nur ein Heimsieg in dieser Saison

Damit ist der Bremer Mini-Aufschwung nach dem Auswärtssieg in Düsseldorf schon wieder gestoppt. Mit 17 Punkten rangiert das Team von Trainer Florian Kohfeldt weiterhin auf Relegationsplatz 16.

Nur ein Heimsieg bislang in dieser Saison ist die Bilanz eines Abstiegskandidaten. Hoffenheim hat nach dem etwas schmeichelhaften Sieg mit 30 Zählern als Siebter Kontakt zu den Europa-League-Plätzen.

Vogt: "Zwei solche Eier-Tore"

Bremens Zugang Kevin Vogt, der trotz einer leichten Gehirnerschütterung aus dem Spiel gegen Düsseldorf vor einer Woche auf den Einsatz gegen seinen Ex-Klub brannte, sagte nach dem Abpfiff am ARD-Mikrofon: "0:3 ist in meinen Augen ein hartes Ergebnis. Ich glaube, bis zum 0:1 waren wir die bessere und aktivere Mannschaft. Und dann kriegst du zwei solche Eier-Tore und das sind dann zwei Nackenschläge."

Ganz schwache erste Halbzeit

In einer gähnend langweiligen ersten Halbzeit hatte Bremen optisch zwar mehr vom Spiel, die beste Chance ging allerdings auf das Konto der Gäste. Andrej Kramaric (17.) brachte einen Schuss halblinks im Strafraum zwar an Werder-Torwart Pavlenka vorbei, traf aber nur das Außennetz. Bremen bemühte sich weiterhin, doch das Spiel nach vorne wirkte völlig uninspiriert.

Hoffenheim strahlte bei seinen wenigen Konterversuchen mehr Torgefahr aus, sorgte aber auch nicht für echte Höhepunkte. Blass blieb der israelische Sturm-Zugang Munas Dabbur, der sein Bundesliga-Debüt feierte und nach einer Stunde ausgewechselt wurde.

Kaum mehr als Bemühen

Höhepunkte waren auch in der zweiten Halbzeit zunächst rar gesät. Außer Bemühen brachten die Bremer so gut wie nichts auf den Platz. Tempo, Überraschungsmomente, Kombinationssicherheit oder Torgefahr mussten unter der Rubrik "Fehlanzeige" verbucht werden. "Das Spiel im letzten Drittel war schlecht, ganz klar", gab auch Werders Trainer Kohfeldt zu.

Kurzes Aufbäumen nach dem Rückstand

Etwas zielstrebiger und aggressiver wurden die Bremer Angriffsversuche erst, als Klaassen unfreiwillig die Führung für Hoffenheim erzielt hatte. Milot Rashica verzog nach einem schnellen Angriff über rechts knapp (68.). Ein Schussversuch von Klaassen wurde geblockt (78.).

Dann regierte wieder die Planlosigkeit. Als Baumgartlinger am Fünfereck mit der Hacke über die nach einem schlecht abgesprochenen Rettungsversuch am Boden liegenden Pavlenka und Toprak zum 0:2 traf, war die Partie entschieden. Für den Schlusspunkt sorgte Adamyan, der im Anschluss an einen Einwurf entwischte und mit einem abgefälschten Schuss aus 14 Metern den dritten Treffer markierte.

Bremens Abstiegskampf geht am Samstag (01.02.2020) um 15.30 Uhr beim FC Augsburg weiter. Hoffenheim hat dann zeitgleich zu Hause Bayer 04 Leverkusen vor der Brust.

Thema in: Sportschau Bundesliga am Sonntag, NDR Fernsehen, Sonntag, 26.01.2020, 21.45 Uhr

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. Januar 2020 um 17:00 Uhr.

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