Münchens Joshua Zirkzee jubelt über das Tor zum 1:2 | Bildquelle: dpa

Tore in der Nachspielzeit Bayern siegt mit viel Glück in Freiburg

Stand: 18.12.2019 23:19 Uhr

Mit einer gehörigen Portion Dusel hat der FC Bayern in der Fußball-Bundesliga bei einem leidenschaftlich kämpfenden SC Freiburg gewonnen - durch Tore in der Nachspielzeit.

Erst sah es danach aus, als wollte der FC Bayern beim SC Freiburg zweistellig gewinnen. Am Ende mussten die Münchner froh sein, überhaupt die drei Punkte mitgenommen zu haben. Vor der Entscheidung über den Verbleib von Trainer Hansi Flick am Wochenende siegten die Münchner am Mittwoch (18.12.2019) im Breisgau erst durch zwei Tore in der Nachspielzeit. Robert Lewandowski (16. Minute), der eingewechselte Joshua Zirkzee (90.+2) und Serge Gnabry (90.+5) trafen für die Bayern, Vincenzo Grifo hatte für den SC zwischenzeitlich ausgeglichen (59.).

Durch seinen Treffer ist Lewandowski mit 221 Bundesligatoren an Jupp Heynckes vorbeigezogen - und damit die Nummer drei der ewigen Schützenliste.

Grifo: "Das ist sehr bitter"

Grifo ärgerte sich vor den Sportschau-Kameras: "Das ist sehr bitter. Wir haben Bayern Paroli geboten." SC-Torhüter Mark Flekken sagte kurz und knapp: "Das tut weh." Münchens David Alaba sagte in der Sportschau: "Wir haben schon länger nicht mehr so ein Spiel gewonnen. Ein Spiel, das am Ende des Tages noch wichtig werden kann."

Geballte Offensive

Im ausverkauften Schwarzwaldstadion liefen die Münchner mit geballter Offensivkraft auf. Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw standen Lewandowski, Thomas Müller, Gnabry und der zuletzt gegen Werder Bremen überragende Philippe Coutinho in der Startelf.

Und zunächst überollten die Bayern den SC förmlich. Schon nach 65 Sekunden hatte der FCB die erste Großchance. Coutinho hatte den Ball schon über SC-Schlussmann Flekken gelupft, Manuel Gulde klärte im letzten Moment vor der Linie. In der Anfangsphase ging das Spiel nur in eine Richtung, nämlich auf das Tor der Freiburger. Nach einer Ecke parierte Flekken einen Kopfball von Benjamin Pavard vor die Füße Müllers, der den Ball an den Pfosten setzte (7.).

Freiburg zunächst außen vor

Die Breisgauer, die in der vergangenen Saison als einzige Mannschaft nicht gegen die Bayern verloren hatten (zweimal 1:1), wirkten wie Statisten. Die Bayern-Führung war nur eine Frage der Zeit, und Lewandowski sorgte mit seinem 19. Saisontor nach überragender Vorarbeit von Alphonso Davies dafür. Nur fünf Minuten später hätte Lewandowski erhöhen können, scheiterte aber am starken Flekken.

Mitte der ersten Hälfte schalteten die Gäste unerklärlicherweise einen Gang zurück. Prompt hatte Lucas Höler den Ausgleich auf dem Fuß (31.). Sechs Minuten später setzte Freiburgs Grifo eine Direktabnahme übers Tor. Auf der Gegenseite ging ein Coutinho-Schuss knapp am Tor vorbei (39.), dennoch lag in dieser Phase das 1:1 in der Luft.

Offener Schlagabtausch

Zu Beginn des zweiten Durchgangs war es Gnabry, der die erste Chance hatte (47.). Es war aber Grifo, der auf der Gegenseite per sehenswerter Direktabnahme traf. Der Ausgleich war alles andere als unverdient. Danach wogte die Partie hin und her, beide Teams erarbeiteten sich Chancen und lieferten sich einen offenen Schlagtabtausch. Das glücklichere Ende hatten dann die Münchner mit zwei Treffern in der Nachspielzeit auf ihrer Seite.

Freiburg spielt nun am Samstag (21.12.2019) um 15.30 Uhr bei Schalke 04. Der FC Bayern empfängt zeitgleich den VfL Wolfsburg.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. Dezember 2019 um 01:00 Uhr.

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