Doping Spritzen IAAF

Brief an die WADA Russland gesteht offenbar Doping

Stand: 25.05.2018 18:32 Uhr

Russland gibt offenbar erstmals systematisches Doping im Sport zu. Das berichtet die Zeitung "L'Equipe" und zitiert aus einem Schreiben an die Welt-Anti-Doping-Agentur. Damit könnte Russland in den Weltsport zurückkehren.

In einem Brief an die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat Russland laut einem Zeitungsbericht erstmals Doping eingestanden. "Die ernsthafte Krise, die den russischen Sport belastet hat, wurde von inakzeptablen Manipulationen des Anti-Doping-Systems verursacht, die von Untersuchungen unter der Federführung der WADA und des IOC aufgedeckt wurden", heißt es in einem Brief, aus dem die französische "L'Equipe" zitiert.

"Aufrichtiges Bedauern"

Weiter steht in dem Schreiben: "Im Namen der Organisationen, die wir vertreten, bedauern wir aufrichtig diese in Russland aufgetretenen Manipulationen und Praktiken." Unterzeichnet haben sollen der russische Sportminister Pawel Kolobkow und der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, Alexander Schukow.

Die WADA kündigte an, dass die zuständige Kommission die Inhalte des Schreibens bei ihrem nächsten Treffen am 14. Juni behandeln wird und eine Empfehlung für das WADA-Exekutivkomitee geben wird.

Der Präsident des Russischen Olympischen Komitees, Alexander Schukow, mit russischen Athleten.
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Auch der Präsident des Russischen Olympischen Komitees, Alexander Schukow, - hier mit russischen Athleten bei den Olympischen Spielen in Rio - soll den Brief unterschrieben haben.

Rückkehr in den Weltsport nun möglich?

Mit dem Doping-Eingeständnis erfüllt Russland eine wesentliche WADA-Bedingung zur Aufhebung der im November 2015 verhängten Suspendierung der Nationalen Anti-Doping-Agentur RUSADA. Von der Wiederaufnahme der Arbeit dieser nationalen Organisation hängt wesentlich die komplette Rückkehr Russlands in den Weltsport ab. Auch der Leichtathletik-Weltverband hatte die Funktionsfähigkeit der RUSADA zur Bedingung für das Ende der Sperre des Landesverbandes gemacht.

In dem Schreiben wird zudem betont, dass Russland die Lehren aus dem durch den 2016 von der WADA dokumentierten umfangreichen Doping-Skandal gezogen habe. Bedeutende Reformen seien im Gange und die Verfasser des Schreibens zuversichtlich, dass diese Umwälzungen den Anti-Doping-Kampf in Russland wirksamer machen werden.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Mai 2018 um 20:00 Uhr.

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