Doping | Bildquelle: AFP

Entscheidung der WADA Aus für Russlands Anti-Doping-Agentur

Stand: 19.11.2015 04:58 Uhr

Wird in Russland von Staats wegen gedopt? Und ist die nationale Anti-Doping-Agentur gar verwickelt? Die globalen Betrugsbekämpfer der WADA jedenfalls haben die russische Behörde zunächst einmal suspendiert. Für Olympia 2016 muss das aber nichts heißen.

Nach dem von der ARD aufgedeckten Skandal um systematisch gedopte russische Leichtathleten hat die globale Antidoping-Agentur WADA ihr russisches Pendant Rusada suspendiert. WADA-Generaldirektor David Howman erklärte, dass es Pläne gebe, russische Athleten zunächst einmal von ausländischen Agenturen testen zu lassen.

Die Entscheidung kam wenige Tage, nachdem bereits der Welt-Leichtathletik-Verband IAAF die Russen vorläufig ausgeschlossen hatte. Unklar blieb zunächst jedoch, was aus dem Beschluss der WADA konkret folgt.

"Man kann jetzt die richtige Schritte einleiten"

Erste Aussagen von Chefermittler Dick Pound ließen darauf schließen, dass russische Athleten trotz der jüngsten Maßnahmen auf eine Starterlaubnis für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio hoffen dürfen. "Ich glaube nicht, dass man binnen neun Monate einen kompletten Kulturwandel erreicht. Aber man kann Schritte einleiten, die in die richtige Richtung gehen", wurde Pound auf der Website der britischen BBC zitiert.

Neben den Russen wurden auch die nationalen Anti-Doping-Agenturen in Andorra, Israel, Argentinien, Bolivien und der Ukraine suspendiert. Unter verschärfter Beobachtung befinden sich zudem aber sofort Brasilien, Belgien Frankreich, Griechenland, Mexiko und Spanien.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 19. November 2015 um 09:00 Uhr.

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