Christiano Ronaldo | Bildquelle: AP

Ermittlungen gegen Fußballer Ronaldo streitet Steuerhinterziehung ab

Stand: 14.06.2017 04:33 Uhr

Christiano Ronaldo hat den Vorwurf der Steuerhinterziehung zurückgewiesen. Sein Manager teilte mit, es habe niemals eine Unterschlagung gegeben. Die spanische Staatsanwaltschaft wirft Ronaldo Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vor. Ihm droht eine Haftstrafe.

Weltfußballer Cristiano Ronaldo hat den Vorwurf der Steuerhinterziehung zurückgewiesen. Das Lissaboner Unternehmen Gestifute seines Managers Jorge Mendes teilte mit, es habe niemals Unterschlagung gegeben.

Es sei klar, dass der Spieler nicht versucht habe, Steuern zu umgehen. Die für Wirtschaftsdelikte zuständige Staatsanwaltschaft hatte zuvor beim Gericht in Madrid Anzeige gegen den Torjäger erstatte. Sie wirft dem Spieler von Real Madrid vor, über Briefkastenfirmen auf den britischen Jungferninseln und in Irland 14,7 Millionen Euro Steuern am spanischen Fiskus vorbeigeschleust zu haben.

Laut der für Wirtschaftsdelikte zuständigen Staatsanwaltschaft gehe es um Einnahmen aus Bildrechten in Höhe von insgesamt rund 150 Millionen Euro, die Ronaldo zwischen 2011 und 2014 "bewusst" am spanischen Fiskus vorbeigeschleust haben soll. Für den Steuerbetrug habe der 32-Jährige im Jahr 2010 - ein Jahr nach seinem Wechsel von Manchester United zu Real - ein Unternehmensgeflecht geschaffen.

Dieses Vorgehen belege eine "vorsätzliche und bewusste Missachtung seiner Steuerpflichten in Spanien", erklärte die Steuerbehörde. Sie hatte die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Ronaldo droht nun eine Haftstrafe.

Ermittlungen gegen Weltfußballer Ronaldo wegen Steuerhinterziehung
tagesschau 20:00 Uhr, 13.06.2017, Stefan Schaaf, ARD Madrid

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Bestbezahlter Sportler der Welt

Der viermalige Weltfußballer ist nach Angaben des US-Magazins "Forbes" der bestbezahlte Sportler der Welt. Der Stürmer verdiente in den vergangenen zwölf Monaten knapp 83 Millionen Euro, wie aus einer dieser Tage veröffentlichten "Forbes"-Liste hervorgeht.

Der sportliche Erzrivale Ronaldos, der Argentinier Lionel Messi, wurde erst vor wenigen Wochen wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 4,1 Millionen Euro zu einer 21-monatigen Haftstrafe verurteilt. Der Profi des FC Barcelona wird aller Wahrscheinlichkeit nach aber nicht ins Gefängnis müssen, denn Haftstrafen von bis zu zwei Jahren werden in Spanien bei nicht vorbestraften Angeklagten praktisch immer zur Bewährung ausgesetzt.

Ronaldo wegen Steuerbetrug angeklagt
M. Dugge, ARD Madrid
14.06.2017 07:46 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. Juni 2017 um 20:00 Uhr.

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