Die russische Bobpilotin Sergejewa | Bildquelle: dpa

Olympische Spiele Russische Bobpilotin gibt Doping zu

Stand: 24.02.2018 10:09 Uhr

Es ist der zweite bestätigte Dopingfall unter den russischen Olympia-Sportlern: Die Bobpilotin Sergejewa hat selbst eingeräumt, unerlaubte Mittel genommen zu haben. Sie wurde disqualifiziert.

Die russische Bobpilotin Nadeschda Sergejewa ist wegen Dopings von den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang disqualifiziert worden. Die Sportlerin habe den Verstoß selbst eingeräumt, teilte die zuständige Kammer des Internationalen Sportsgerichtshofs CAS mit.

Sergejewa war zusammen mit Anschieberin Anastasia Kocherschowa in der Zweierbob-Konkurrenz am Mittwoch auf Platz zwölf gelandet. Die Platzierung wurde inzwischen annulliert. Die Russin musste bereits ihre Akkreditierung abgeben und das olympische Dorf verlassen. Für die Zeit der Winterspiele bleibt sie zunächst suspendiert, anschließend soll ihr Fall vor dem CAS verhandelt werden.

Verbotenes Herzmittel eingenommen

Vor Sergejewa selbst hatte auch der russische Bobverband den Dopingverstoß bereits eingeräumt. In einer Probe vom 18. Februar sei eine nicht zugelassene Substanz festgestellt worden. Inzwischen ist bekannt, dass es sich um Trimetazidin gehandelt hat, ein Herzmittel. Trimetazidin steht seit 2014 auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping Agentur WADA.

Es ist der zweite bestätigte Dopingfall unter den russischen Olympia-Teilnehmern: Überführt wurde bereits der Curler Alexander Kruschelnizki, der im Mixed-Wettbewerb Bronze gewonnen hatte. Bei Kruschelnizki wurde das seit 2016 verbotene Herzmittel Meldonium entdeckt.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 24. Februar 2018 um 09:03 Uhr.

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