Russlands Vize-Ministerpräsident Mutko vor einem Logo der Fußball-WM 2018 | Bildquelle: AP

Russischer Dopingskandal Mutko tritt als WM-Organisationschef zurück

Stand: 27.12.2017 13:48 Uhr

Der russische Vize-Ministerpräsident Mutko zieht Konsequenzen aus dem wachsenden Druck infolge des Dopingskandals. Er kündigte seinen Rückzug als Chef des Organisationskomitees der Fußball-WM 2018 an. Das IOC hatte ihn bereits lebenslang gesperrt.

Der russische Vize-Ministerpräsident Witali Mutko tritt unter dem Druck massiver Dopingvorwürfe gegen sein Land als Cheforganisator der Fußball-WM 2018 zurück. Der bisherige Generaldirektor Alexander Sorokin solle an die Spitze des Organisationskomitees aufrücken, teilte Mutko mit, wie die staatliche Agentur R-Sport meldete. "Ich konzentriere mich auf meine Arbeit in der Regierung", sagte Mutko.

Mutko tritt als Chef des Fußball-WM-Organisationskomitees zurück
Morgenmagazin, 28.12.2017, Udo Lielischkies, WDR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Rücktritt als Verbandschef am Montag

Wegen des russischen Dopingskandals steht Mutko in der Kritik. Am Montag hatte er bereits die Leitung des russischen Fußballverbands für zunächst sechs Monate - und damit bis zur Weltmeisterschaft in Russland - niedergelegt.

Zugleich hatte er bereits den möglichen Verzicht auf das Amt an der Spitze des WM-Organisationskomitees angedeutet. Es wäre logisch, sich auf sein staatliches Amt zu konzentrieren und die Ehrenämter abzugeben, sagte der 59-Jährige am Montag. Über den Verbleib an der Spitze des Organisationskomitees habe allerdings nicht er zu bestimmen: "Das entscheiden das Staatsoberhaupt, der Regierungschef und der Aufsichtsrat." Als Organisationschef war er aber vertraglich an den Weltfußballverband FIFA gebunden, der zu Wochenbeginn Gespräche über weitere Schritte im Organisationskomitee angekündigt hatte.

Lebenslange Sperre durch das IOC

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hält den langjährigen Sportminister Mutko für einen der Verantwortlichen im russischen Dopingskandal. Die Manipulationen erreichten einen Höhepunkt bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. Deshalb sperrte das IOC Mutko Anfang Dezember lebenslang für Olympia.

Die FIFA hatte ihn danach zunächst unterstützt. Doch der Druck, ein Zeichen zu setzen, wuchs kontinuierlich. Auch Fußballer, darunter russische Nationalspieler bei der WM 2014 in Brasilien, sollen von dem Dopingsystem profitiert haben. Die russische Politik weist den Vorwurf systematischen Dopings zurück und spricht von Einzelfällen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. Dezember 2017 um 14:00 Uhr.

Darstellung: