Guiseppe Sala (l), Bürgermeister von Mailand, und Luca Zaia, Präsident der Region Venetien | Bildquelle: dpa

Olympia Mailand richtet Winterspiele 2026 aus

Stand: 24.06.2019 18:48 Uhr

Die Olympischen Winterspiele 2026 finden in Mailand statt. Die italienische Metropole setzte sich gegen Stockholm durch - wohl auch, weil die Bewerbung in der Bevölkerung breite Unterstützung fand.

In Mailand werden 2026 die XXV. Olympischen Winterspiele ausgetragen. Die Mehrheit der 82 Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees stimmte auf der Vollversammlung in Lausanne für die italienische Stadt und gegen Mitbewerber Stockholm. 20 Jahre nach Olympia in Turin werden die Spiele auf Eis und Schnee nicht nur erneut nach Italien zurückkehren, sondern wieder in eine klassische Wintersportregion in Europa.

Zuletzt waren Vancouver (2010), Sotschi (2014) und Pyeongchang in Südkorea (2018) Gastgeber. 2022 wird es Peking sein. Das vor der Wahl favorisierte Mailand war mit Cortina d'Ampezzo angetreten, wo 1956 bereits die Winterspiele ausgetragen wurden.

Mailand richtet Olympische Winterspiele 2026 aus
tagesschau 00:43 Uhr, 25.06.2019, Wolfgang Wanner, ARD Genf, zzt. Lausanne

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Hohe Zustimmungswerte in Italien

Ausschlaggebend für den IOC-Zuschlag dürfte auch die große Zustimmung der Italiener für die Winterspiele gewesen sein: 83 Prozent votierten für die Kandidatur. Nach zunächst kontroversen Debatten hatte auch die Politik des Landes die Bewerbung klar unterstützt. "Wir haben von keiner Seite aus der Gesellschaft Kritik bekommen. Dies ist einmalig, sicher nicht nur in Italien, sondern auch für andere Länder auf der Welt", sagte Giovanni Malago, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (CONI).

Dagegen hatten die Schweden sich bis zuletzt gespalten gezeigt in der Frage, ob sie Olympia veranstalten sollten. Bei einer IOC-Umfrage waren nur 55 Prozent dafür.

Italiens Vize-Premier und Innenminister Matteo Salvini sprach von einem "historischen Tag" und einem "Sieg für alle Italiener. Mit den Winterspielen werden wir der Welt unsere Exzellenz und unsere Fähigkeiten beweisen", erklärte der Chef der rechten Lega.

Cortina d'Ampezzo | Bildquelle: AFP
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In Cortina d'Ampezzo wurden bereits 1956 die Olympischen Spiele ausgetragen.

Schweden "enttäuscht, aber stolz"

Bei der Stockholmer Olympia-Kampagne herrschte nach der Entscheidung Enttäuschung. Er sei aber auch stolz, sagte Kampagnenchef Richard Brisius dem schwedischen TV-Sender SVT. "Klar können wir uns selbst hinterfragen, aber mein Gefühl ist, dass wir niemals so hart für ein Projekt gearbeitet haben wie in den vergangenen zwei Jahren." Biathletin Hanna Öberg sagte, der Moment der Bekanntgabe habe sich sehr ernüchternd angefühlt: "Es hat große Hoffnungen gegeben. Olympische Spiele hätten große Investitionen in den Sport in Schweden bedeutet."

Weite Wege zwischen Mailand und Cortina

Der Kandidat Mailand/Cortina d'Ampezzo hatte bereits in dem vor einem Monat veröffentlichten Evaluierungsbericht des IOC tendenziell bessere Noten für sein Olympia-Konzept erhalten. Das Budget liegt bei rund 1,4 Milliarden Euro. Geplant sind die Spiele vom 6. bis 22. Februar 2026, gefolgt von den Paralympics. Die Eröffnungsfeier soll im legendären San-Siro-Stadion von Mailand und die Schlusszeremonie im römischen Amphitheater von Verona stattfinden.

In Mailand werden die Hallensportarten Eishockey, Eiskunstlauf, Shorttrack und Eisschnelllauf zu sehen sein. Im Austragungsort Valtellina befinden sich die Pisten für Ski alpin der Männer, Freestyle-Ski und Snowboard. Vor der Dolomiten-Kulisse von Cortina werden im Ski alpin der Frauen, Bob, Rodeln, Skeleton, Curling und Biathlon um Medaillen gekämpft. Die Loipen für Ski nordisch und die Schanze für das Skispringen werden im Fleimstal sein.

Eine Schwachstelle ist allerdings der Transport zwischen den Veranstaltungen in Mailand und den 400 Kilometer entfernten Sportstätten in den Bergen. Kritisiert wird auch, dass Ski alpin für Männer und Frauen an getrennten Orten stattfinden soll, was zu höheren Kosten und logistischen Schwierigkeiten führen könnte. Dass ein neuer Eiskanal in Cortina für rund 50 Millionen Euro gebaut werden muss, soll das Olympia-Budget nicht belasten.

Italien freut sich über Zuschlag für Olympia in Mailand-Cortina 2026
Jörg Seisselberg, ARD Rom
24.06.2019 22:30 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. Juni 2019 um 20:00 Uhr.

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