Fußball-Bundestrainer Joachim Löw | Bildquelle: dpa

Rückkehr und Aufarbeitung der WM-Blamage "Löw-Entscheidung nächste Woche"

Stand: 28.06.2018 16:39 Uhr

DFB-Präsident Reinhard Grindel erwartet, dass sich Bundestrainer Joachim Löw nach dem frühzeitigen WM-Aus in der kommenden Woche zu seiner Zukunft äußern wird.

Das erklärte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes am Donnerstag (28.06.2018) nach der Rückkehr von der Weltmeisterschaft in Russland. "Wir sind übereingekommen, dass die sportliche Leitung im Laufe der kommenden Woche der Führung des DFB eine erste Analyse vorlegen wird, und dann rechne ich auch damit, dass sich der Bundestrainer zu seiner Zukunft äußern wird", sagte Grindel einen Tag nach dem erstmaligen Scheitern einer deutschen Nationalmannschaft in einer WM-Vorrunde.

"Nicht in Hektik und Aktionismus verfallen"

Die vor der WM geäußerte Auffassung, dass Löw der Richtige für den einzuleitenden Umbruch sei, habe sich nach der WM nicht geändert. "Ich kenne niemanden im Präsidium, der eine andere Meinung vertreten würde", sagte Grindel.

Der DFB hatte Löws Vertrag vor dem Turnier bis 2022 verlängert. "Es kommt jetzt darauf an, dass wir nicht in Hektik oder Aktionismus verfallen, sondern die tiefgreifenden Änderungen, die wir jetzt brauchen, auf den Weg bringen", betonte Grindel und fügte hinzu: "Ich glaube, es ist klug, das mit der Bundesliga zu machen." Die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Fußballs solle gemeinsam gestärkt werden.

Löw und Bierhoff kündigen Analyse an

Löw und Teammanager Oliver Bierhoff kündigten eine "knallharte" Analyse des WM-Debakels an. "Es braucht tiefgreifende Maßnahmen, es braucht klare Veränderungen, und das müssen wir jetzt besprechen, wie wir das tun", sagte Löw am Frankfurter Flughafen. "Jetzt brauchen wir Zeit und ein paar Gespräche, dann werden wir klare Antworten geben."

Bierhoff kündigte an, in den kommenden Tagen intensiv nach den Ursachen für das historische WM-Aus zu suchen. "Wir werden täglich in Kontakt sein. Gegen Ende der nächsten Woche werden wir zusammenkommen und dann weiterdiskutieren", sagte er. "Es gibt nicht nur einen Grund, es gibt ja mehrere Gründe", sagte Löw und betonte: "Es braucht klare Veränderungen."

Quelle: sportschau.de

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