Joseph Blatter | Bildquelle: dpa

Korruptionsvorwürfe FIFA-Ermittler für Suspendierung Blatters

Stand: 07.10.2015 20:33 Uhr

Die Untersuchungskammer der FIFA-Ethikkommission fordert nach Angaben des persönlichen Beraters von Joseph Blatter eine 90-tägige Freistellung des Fußball-Weltverbandspräsidenten. Ein Entscheid der rechtsprechenden Kammer stehe allerdings noch aus.

FIFA-Chef Joseph Blatter soll offenbar seine Arbeit für 90 Tage einstellen. Das fordert die Untersuchungskammer der FIFA-Ethikkommission nach Angaben des persönlichen Beraters Joseph Blatters, Klaus J. Stöhlker. Er sagte der Nachrichtenagentur dpa, ein Entscheid der rechtsprechenden Kammer dazu stehe allerdings noch aus. Auch die Zeitung "Welt" berichtete von der Forderung nach einer 90-Tage-Sperre.

Zuvor hatte Kommissionsmitglied Abdoulaye Makhtar Diop erklärt, dass die FIFA-Ethikkommission noch bis Freitag in Zürich über Blatter und auch UEFA-Chef Michel Platini befindet. Über Anträge der Ermittler aus der Untersuchungskammer urteilt die rechtsprechende Kammer unter dem Vorsitz des deutschen Richters Hans-Joachim Eckert.

Sollte der 79 Jahre alte Schweizer von der FIFA-Ethikkommission suspendiert werden, würde sein Vize Issa Hayatou vorerst das Amt übernehmen.

Suspendierung von Joseph Blatter erwartet
ARD-Morgenmagazin, 08.10.2015, Philipp Sohmer, SWR

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Nachfolger wird im Februar gewählt

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte vor knapp zwei Wochen ein Strafverfahren gegen Blatter unter anderem wegen des Verdachts der "ungetreuen Geschäftsbesorgung" eingeleitet. Platini war von den Behörden wegen einer von Blatter empfangenen Zahlung in Höhe von zwei Millionen Schweizer Franken als Auskunftsperson gehört worden.

Vor wenigen Tagen hatten mehrere Top-Sponsoren der FIFA offen Blatters Rücktritt gefordert. Zur Begründung hatte Coca Cola als einer der Sponsoren erklärt, mit jedem weiteren Tag werde das Bild und der Ruf von der FIFA weiter befleckt. Blatter hatte dies zurückgewiesen. Sein Nachfolger soll am 26. Februar 2016 gewählt werden. Das hatte das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbands beschlossen.

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