Fußball Bekanntgabe des EM-Gastgebers 2024: Deutschland. | Bildquelle: dpa

UEFA-Entscheidung Deutschland richtet Fußball-EM 2024 aus

Stand: 27.09.2018 15:30 Uhr

Die Fußball-EM 2024 findet in Deutschland statt. Das entschied das UEFA-Exekutivkomitee. Der DFB setzte sich mit seiner Bewerbung gegen die Türkei durch.

Nach der WM 2006 findet 2024 das nächste große Fußballturnier in Deutschland statt. Der Zuschlag zur Ausrichtung der Europameisterschaft in sechs Jahren ging an Deutschland. Das entschied das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Nyon. Das Bewerbungsteam um Botschafter Philipp Lahm und Bundestrainer Joachim Löw setzte sich gegen die Türkei durch.

Als Spielorte beim ersten großen Heimturnier seit der WM 2006 sind Berlin, München, Düsseldorf, Stuttgart, Köln, Hamburg, Leipzig, Dortmund, Gelsenkirchen und Frankfurt vorgesehen. Deutschland richtet zum zweiten Mal nach 1988 eine EM aus.

Wirtschaft rechnet mit Boom

Die deutsche Wirtschaft verspricht sich von dem Turnier im eigenen Land Milliarden-Geschäfte und einen Konjunkturschub. "Eine Fußball-EM in Deutschland ist eine positive Nachricht für viele Unternehmen hierzulande", sagte der Experte des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier. "Solch ein Großevent sorgt für steigende Nachfrage durch privaten Konsum und durch Touristen." Die WM 2006 habe ungefähr 0,3 Prozent zusätzliches Wirtschaftswachstum gebracht. Durch die EM sei jetzt ein ähnlicher Schub zu erwarten.

Fußball Bekanntgabe des EM-Gastgebers 2024: DFB-Präsident Reinhard Grindel (M) und EM-Botschafter Philipp Lahm (l) der deutschen Delegation und Aleksander Ceferin(r) , Präsident der UEFA, stehen neben dem EM-Pokal während der Bekanntgabe-Zeremonie zur Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaft 202 | Bildquelle: dpa
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Das deutsche Bewerbungsteam um Ex-Nationalspieler Lahm und DFB-Präsident Grindel war mit seiner Initiative erfolgreich.

Gute Infrastruktur

Der DFB punktete in seiner Bewerbung vor allem mit den vorhandenen Stadien sowie der bestehenden Infrastruktur und wirtschaftlicher Stabilität. Der weiterhin nicht komplett aufgeklärte Skandal um die WM 2006 spielte offensichtlich keine größere Rolle bei der Mehrheit der Wahlleute.

Der türkische Mitbewerber hatte vor allem für das fehlende Menschenrechtskonzept und aufgrund finanzieller Risiken schlechte Bewertungen durch die UEFA-Prüfer kassiert. Die Türkei scheiterte damit wie zuletzt bei den vergeblichen Anläufen für die EM 2008, 2012 und 2016.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 27. September 2018 um 15:00 Uhr.

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