Schatten von 5000-Meter-Läufern | Bildquelle: dpa

Kampf gegen Doping IAAF hat laut WADA komplett versagt

Stand: 14.01.2016 15:25 Uhr

Schwere Vorwürfe gegen den Leichtathletik-Weltverband IAAF: Die Welt-Anti-Doping-Agentur spricht von komplettem Versagen im Kampf gegen Doping und Korruption. Hauptverantwortlich dafür sei Ex-IAAF-Präsident Diack.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hat dem Leichtathletik-Weltverband IAAF komplettes Versagen im Kampf gegen Doping und Korruption vorgeworfen. Hauptverantwortlich für die "Organisation und Ermöglichung der Verschwörung" sei der frühere IAAF-Präsident Lamine Diack, wie aus dem jetzt veröffentlichten neuen Bericht der unabhängigen WADA-Kommission hervorgeht.

Die neuen Erkenntnisse hätten den "kompletten Zusammenbruch der Führungsstrukturen und das Fehlen von Verantwortlichkeit innerhalb der IAAF" ergeben.

Der Weltverband IAAF war in Misskredit geraten, weil Diack von der französischen Justiz wegen der Vertuschung von Dopingfällen gegen Bezahlung angeklagt wurde. Zudem gibt es Hinweise, die IAAF hätte bereits seit 2009 von dem systematischen Doping in Russland gewusst, und Anschuldigungen, eine große Zahl von auffälligen Blutproben verheimlicht und nicht sanktioniert zu haben. ARD-Recherchen hatten die russischen Dopingfälle aufgedeckt.

Die IAAF wies bereits am Montag in einem Bericht an die WADA die Anschuldigung der Vertuschung von Doping zurück und betonte, dass es kein "System der Korruption" im Weltverband gebe und die Vorwürfe nur "einzelne, früher mit der IAAF assoziierte Personen" betreffe.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 14. Januar 2016 um 15:15 Uhr.

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