Olympische Ringe als Schneeskulptur | Bildquelle: AP

ARD-Recherche Klaffende Lücken im Doping-Kontrollsystem

Stand: 29.01.2018 15:20 Uhr

Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele ist es ARD-Reportern gelungen, versiegelte Dopingprobenbehälter zu öffnen und wieder zu verschließen. ARD-Experte Hajo Seppelt sieht ein Versagen der Doping-Agentur WADA.

Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang hat die ARD-Dopingredaktion neue Manipulationsmöglichkeiten aufgedeckt. Bei einem Test gelang es Reportern, die neuen Probenbehälter, die bei den Winterspielen in Südkorea eingesetzt werden sollen, zu öffnen und anschließend wieder zu verschließen. "Wir hätten sie zwischendurch mit sauberem Urin befüllen können und keiner hätte es gemerkt", sagt ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt. "Damit ist das gesamte Doping-Kontrollsystem juristisch anfechtbar und damit am Ende."

Hajo Seppelt, ARD Berlin, zur ARD Dopingproben Recherche
tagesschau24 12:00 Uhr , 29.01.2018

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Bei den Spielen 2014 in Sotschi hatte der russische Geheimdienst auf diesem Weg Proben manipuliert. Daraufhin war das russische Nationale Olympische Komitee von den Pyeongchang-Spielen suspendiert worden.

Als Folge wurden außerdem die Probenbehälter verändert - angeblich entsprechen sie der neuesten Sicherheitstechnik. Doch auch die neuen Behälter sind nicht sicher, wie die ARD-Recherchen nun zeigen. "Mit den neuen Doping-Probenbehältern ist genau das Gleiche möglich", sagt Seppelt.

"Versagen der Welt-Anti-Doping-Agentur"

Was bedeuten die Enthüllungen nun für die Olympischen Winterspiele? Seppelt bewertet es als erneutes Indiz für das Versagen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA): "Da schnarchen viele Leute und machen nicht das, was sie tun müssen, nämlich für ordentliche Dopingkontrollen zu sorgen." Die manipulierbaren Dopingbehälter seien bereits in Südkorea vor Ort. "Jetzt hat man den Salat."

Die WADA war am 19. Januar vom Kölner Analyselabor informiert worden, dass die Flaschen beim Einfrieren einer Probe manuell geöffnet werden könnten. "Die WADA erkennt, dass diese Situation, wenn sie bestätigt wird, Bedenken und Fragen aufwerfen wird", heißt es nun in einer WADA-Mitteilung. Die Agentur sei entschlossen, sich mit dem Problem zu befassen, bis die Angelegenheit geklärt sei. "Wir sind zuversichtlich, dass die WADA alle Fragen vollständig angehen wird", erklärte auch das Internationale Olympische Komitee.

Recherchen zu Doping: Tests bei Olympischen Winterspielen nicht sicher vor Manipulation
29.01.2018, Sybille Licht, MDR / Hajo Seppelt

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"Das kam von ganz oben"

Das Erste sendet zu diesem Thema heute um 22:45 Uhr die zweiteilige Dokumentation "Geheimsache Doping". Darin beschuldigt der untergetauchte Kronzeuge Grigori Rodschenkow Russlands Präsidenten Wladimir Putin, persönlich in die Dopingaffäre verstrickt zu sein. "Natürlich kam es von ganz oben, vom Präsidenten. Weil nur er den Inhaltsgeheimdienst FSB für eine so spezielle Aufgabe einsetzen kann", sagte Rodschenkow dem ARD-Rechercheteam.

Außerdem erklärte der in die USA geflüchtete frühere Leiter des Moskauer Doping-Analyselabors, die Manipulationen hätten bereits lange vor den Sotschi-Spielen begonnen. "Vor Peking war es sehr einfach. Man konnte tun, was man wollte - und alle russischen Athleten des Nationalteams waren gedopt", erklärte Rodschenkow.

Doping-Skandal: Versiegelte Behälter sind manipulierbar
mittagsmagazin 13:00 Uhr, 29.01.2018, Sebastian Meyer, RBB

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Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 29. Januar 2018 um 12:00 Uhr.

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