Confed Cup Deutschland startet mit knappem Erfolg

Stand: 19.06.2017 19:10 Uhr

Julian Draxler (l.) jubelt über sein Tor | Bildquelle: picture alliance/AP Photo
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Julian Draxler (l.) jubelt über sein Tor

Die deutsche Nationalmannschaft hat ihre erste Confed-Cup-Aufgabe erfolgreich gemeistert. Die DFB-Elf gewann am Montag (19.06.2017) ihre Auftaktpartie in der Gruppe B gegen mutige, aber spielerisch klar schwächere Australier mit 3:2 (2:1). Die Treffer für die Experimental-Elf von Trainer Joachim Löw erzielten Lars Stindl (5. Minute), Julian Draxler (44./Strafstoß) und Leon Goretzka (48.). Für die Australier trafen Tom Rogic zum zwischenzeitlichen Ausgleich (41.) und Tomi Juric (58.).

Das deutsche Team präsentierte sich im Angriffsspiel geschmeidig, aber ohne den letzten Punch und in der Abwehr noch mit einigen Abstimmungsproblemen. So hielten die eigentlich um eine Klasse besser agierenden Deutschen den Gegner lange Zeit im Spiel.

DFB-Elf vergibt beste Torchancen

Löw startete vor einer Kulisse von nur 23.000 Zuschauern in Sotschi mit sechs Turnierneulingen. Die neuformierte Elf legte direkt ein hohes Tempo vor. Es dauerte nur bis zur fünften Minute, ehe Turnierdebütant Lars Stindl mit seinem ersten Länderspieltreffer die Weichen zum Erfolg zu stellen schien. Beim ersten gefährlichen Angriff der DFB-Elf passte Julian Brandt von der rechten Seite in den Rücken der Abwehr zurück in die Mitte; dort vollendete der komplett freie Mönchengladbacher flach ins rechte Eck.

Die Löw-Elf übernahm in der Folgezeit die Spielkontrolle, nutzte aber ihre Chancen nicht konsequent genug. Sandro Wagner mit einem Kopfball neben den linken Pfosten (16.), der stark aufspielende Brandt mit einem Schuss, den Australiens Keeper Matthew Ryan parierte (21.) und erneut Wagner mit einem Schuss neben den rechten Pfosten hätten das Ergebnis deutlich klarer gestalten können. Zur Halbzeit verzeichnete die Statistik 12:4 Torschüsse.

Australier nutzen Tiefschlafphase der deutschen Abwehr

Einen Sekunde Tiefschlaf der deutschen Abwehr verschaffte den "Socceroos" dennoch die Riesenchance zum Ausgleich: Trent Sainsbury tauchte nach einem Freistoß von Aaron Mooy frei vor Bernd Leno auf. Ihm gelang aber das Kunststück, aus fünf Metern neben das Tor zu köpfen (37.).

Die zweite Tiefschlafphase nahmen die Deutschen kurze Zeit später: Tom Rogic konnte frei aus 16 Metern abziehen und unter Leno durch landete die Kugel im Netz (41.). Die Verhältnisse rückte Julian Draxler schnell wieder gerade, als er einen an Leon Goretzka verschuldeten Foulelfmeter verwandelte (44.).

Leno-Patzer bringt Australien zurück

Der deutsche Start in die zweite Hälfte gelang noch erfolgreicher als der in die erste: Es dauerte nur drei Minuten, bis Goretzka nach tollem Zuspiel von Joshua Kimmich die Kugel im australischen Tor unterbrachte (48.). Eine perfekte Co-Produktion zweier an diesem Tag starker DFB-Profis.

Ein Patzer Lenos brachte Australien wieder ins Spiel zurück: Der Keeper konnte einen Schuss von Rogic nicht festhalten, den Abpraller drückte Juric in die Maschen (58.).

Pfostenschuss von Werner

Der eingewechselte Timo Werner nagelte den Ball in der Folge noch an den Pfosten (76.), ansonsten beschränkte sich die DFB-Elf gegen die nun mutiger auftretenden Australier vornehmlich auf Ergebnissicherung.

Die kommnende Aufgabe wird dem Löw-Team deutlich mehr abverlangen: Am Donnerstag gegen Chile wird es wohl schon um den Gruppensieg gehen, während die Australier auf Kamerun treffen.

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