Mainz's Jean-Philippe Mateta (Mitte) in einer Aktion gegen Hannover's Oliver Sorg (rechts) während des Bundesliga-Spiels zwischen FSV Mainz 05 und Hannover 96 in Mainz | Bildquelle: ARMANDO BABANI/EPA-EFE/REX/Shutt

Bundesliga Hannover punktet in Mainz nach dramatischem Finish

Stand: 09.12.2018 20:28 Uhr

Nach einer dramatischen Schlussphase hat Hannover am Ende einen Punkt aus Mainz mitgenommen. Dennoch schäumten die Niedersachsen vor Wut.

Umstrittene Szenen, Elfmeter-Diskussionen, Videobeweise, eine minutenlange Spielunterbrechung wegen Zündelns von Pyro: War die Partie zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und Hannover 96 am Sonntag (09.12.2018) auch spielerisch glanzlos, aufregend war sie dennoch, vor allem in der Schlussphase. Die Niedersachsen nahmen beim 1:1 (1:0) einen glücklichen Punkt mit. Hendrik Weydandt (12. Minute) brachte die Gäste früh in Führung. Daniel Brosinski (89.) glich durch einen umstrittenen Foulelfmeter aus. Kurz vor dem Abpfiff flog der Hannoveraner Oliver Sorg mit Gelb-Rot vom Platz.

Heldt: "Wahnsinn an Schwalbe"

Hannovers Sportchef Horst Heldt war an seinem 49. Geburtstag völlig außer sich ob des Strafstoßes zum 1:1 nach Matthias Ostrzoleks Hüftschubser gegen Jean-Philippe Mateta: "Das war der Wahnsinn an Schwalbe, eine glasklare Fehlentscheidung", erregte er sich. Und er knöpfte sich auch noch den Videoreferee in Köln vor, weil der seiner Meinung nach hätte einschreiten müssen: "Es ist nicht mehr akzeptabel, der ganze Scheiß."

96-Trainer André Breitenreiter echauffierte sich ebenfalls: "Wenn man in Köln in aller Ruhe nicht erkennt, dass die Situation beim Elfmeter eine Schwalbe war, dann können wir aufhören. Wir wurden klar benachteiligt." FSV-Trainer Sandro Schwarz meinte: "Es war ein sehr emotionales Spiel über 100 Minuten. Der Punkt war am Ende hochverdient."

Hannover konterfreudig

Mainz war von Beginn an das aktivere Team, doch Hannover stand hinten sicher und suchte sein Heil in Kontern. Zunächst scheiterte FSV-Stürmer Mateta per Kopf an Hannovers Torwart Michael Esser (5.). Dann vergaben Weydandt (8.) und Takuma Asano (9.) zwei gute Chancen für die Gäste. Kurz darauf brauchte Weydandt nach feinem Zuspiel von Genki Haraguchi nur noch den Fuß zum 0:1 hinzuhalten. Postwendend vergab Pierre Kunde (14.) die Chance zum Ausgleich, jagte den Ball knapp übers rechte Lattenkreuz.

Umstrittenes Handspiel

Glück hatten die Niedersachsen, als Kevin Wimmer (23.) nach einem Schuss von Brosinski im Strafraum der Ball vom Kopf an die Hand sprang. Schiedsrichter Robert Hartmann entschied sich nach Videostudium gegen einen Strafstoß. Danach passierte bis zur Pause nicht mehr viel.

Latza trifft den Pfosten

Kurz nach dem Seitenwechsel musste das Spiel minutenlang unterbochen werden, weil Hannoveraner Fans in ihrem Block mit Pyros zündelten und den Platz einnebelten. Als wieder Fußball gespielt wurde, waren die Mainzer weiterhin das bessere Team, doch ihrem Offensivspiel mangelte es an Tempo und Idee. Zudem verteidigten die Hannoveraner diszipliniert. Pech hatte der Mainzer Danny Latza mit einem Pfostenschuss (61.).

Ujahs Siegtor aberkannt

Turbulent gestaltete sich dann die Schlussphase, als zunächst Brosinski den umstrittenen Elfmeter nach langen Protesten der Gäste etwas glücklich verwandelte. In der Nachspielzeit köpfte der eingewechselte Anthony Ujah zum vermeintlichen Mainzer Siegtreffer ein. Doch der Videobeweis zeigte, dass er im Abseits stand. Am Ende senste Sorg noch Karim Onisowo um und sah zurecht Gelb-Rot.

Mainz trifft nun am Sonntag (16.12.2018) bei RB Leipzig an. Hannover empfängt tags zuvor Bayern München.

Über diese Partie berichtet der WDR in der Sendung "Sportschau Bundesliga am Sonntag", WDR Fernsehen, ab 21.45 Uhr

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 09. Dezember 2018 um 18:00 Uhr.

Darstellung: