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Sie sind der Stolz der britischen Kriegsmarine: Die atombetriebenen U-Boote der Trafalgar-, Vanguard- und Swiftsure-Klasse, ausgestattet mit schlagkräftigen Nuklearwaffen. Nun wurden die Kriegsschiffe nochmals technisch aufgerüstet. Das "Submarine Command System Next Generation" (U-Boot Befehlssystem der nächsten Generation) soll alle taktisch und strategisch relevanten Informationen verarbeiten - und basiert komplett auf dem Windows-Betriebssystem von Microsoft.
Bei der Installation sei man sogar viel schneller fertig geworden, als man zunächst dachte, freut sich die ausführende Firma BAE in einer Pressemitteilung. So habe die Umrüstung des U-Boots HMS Vigilant, nach Angaben der Marine ein Kriegsschiff mit 146 Mann an Bord und "erschreckender Feuerkraft", gerade mal 18 Tage gedauert: Netzwerkkabel gezogen, Konsolen installiert, Treiber draufgespielt, fertig ist das Windows-gesteuerte Atom-U-Boot. Respekt: Der Schreiber dieser Zeilen kann in diesem Zeitraum noch nicht einmal seine Einzelplatzversion des Redmonder Betriebssystems optimal konfigurieren.
[Bildunterschrift: Läuft jetzt auch unter Windows, das Atom-U-Boot HMS Trafalgar. ]Inzwischen sind alle Atomwaffenträger der betreffenden U-Boot-Klassen auf Windows umgestellt. Nun mögen Kritiker einwenden, dass der Einbau von Fenstersystemen in U-Booten so eine Sache ist. BAE argumentiert dagegen, dass die Verwendung handelsüblicher Software die Einsparung von rund 22 Millionen Pfund (knapp 24 Millionen Euro) in den nächsten Jahren ermöglicht - immerhin 0,1 Prozent der laufenden Kosten.
Und im Havariefall kann man ja immer noch die Manöver ausführen, die jeder U-Boot-Kapitän und Windows-Nutzer gleichermaßen beherrschen sollte: Feindliche Programme abschießen, alle Fenster schließen, dann runterfahren. Ob hierfür nun alle Leitstände mit den Tasten "Steuerung", "Alt" und "Entfernen" versehen werden, ist nicht bekannt.
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