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Schlusslicht
Rein, reiner, reingelegt?
Das Nichts in Flaschen
Wasser ist eine der Grundlagen allen Lebens - und doch für einige ein echter Luxusartikel: Wenn für die meisten der schnelle Schluck aus der Leitung oder der Plastikflasche von Discounter genügt, muss es für andere schon was Edleres sein. Doch der italienische Edelsprudel oder das skandinavische Gletscherwasser sind schon so von gestern. Wer heute wirklich hip sein will, der muss wissen: Noch weniger ist noch mehr.
Von Wulf Rohwedder, tagesschau.de
Was darf man heute eigentlich noch trinken? Die meisten Industrieprodukte scheiden für den wahrhaft gesundheitsbewussten Menschen aus, abgefülltes Wasser ökologisch bedenklich und das Leitungswasser ist oft verunreinigt. In New York gibt es jetzt darauf eine Antwort: Die guten Menschen vom molecule project liefern das ultimative Getränk für jeden, der umwelt-, wie gesundheitsbewussten Menschen.
Weniger geht nicht
Genau genommen verkaufen auch sie nur New Yorker Leitungswasser. Dieses wird jedoch per kinetischer Degradationsfluxion, katalytisch, magnetisch, mechanisch sowie mit Karbonfiltern, umgekehrter Osmose, UV-Licht und Ozon gereinigt. Am Ende soll pharmazeutisch reines Wasser dabei herauskommen, das im molecule water café ab ein Dollar pro Portion verkauft wird - aus ökologischen Gründen sind eigene Flaschen bitte mitzubringen.
Raus aus dem Wasser...
Nur - wer im Chemieunterricht trotz Warnung des Lehrers mal am destillierten Wasser genuckelt hat, der weiß: Das Zeug schmeckt noch schlechter als nichts und ist außerdem in größeren Mengen auch noch gesundheitsschädlich, da es den Elektrolythaushalt des Körpers durcheinanderbringt.
.. und wieder rein damit
Das hat man auch bei molecule project erkannt. Und deshalb kann man das gerade gereinigte Wasser dort auch gleich wieder mit Mineralien und Zusatzstoffen anreichern lassen – natürlich in bester Qualität und gegen einen satten Aufpreis. Beim Mixen des Designerwassers setzt nur der Geldbeutel Grenzen: So lässt sich molecule project die Kombi „Jung-Brunnen“ und „Nachtsicht“ mit vier Dollar pro Flasche extra bezahlen.
Künftig will molecule project auch größere Gebinde direkt ins Haus liefern – per klimaneutralem Dreirad. Zudem will man auch eigene leere Flaschen und Energieriegel anbieten. Bald wird es vom molecule project auch Filter-Duschköpfe geben, so dass für die Käufer neben der inneren auch die äußere Reinheit garantiert sein wird.
Stand: 23.07.2012 16:02 Uhr
