Schlusslicht

Donald Trump trinkt aus einer Wasserflasche | Bildquelle: REUTERS

Trumps Watergate Wasser, ich brauche Wasser!

Stand: 16.11.2017 11:54 Uhr

Rache ist süß: Im Wahlkampf hatte sich US-Präsident Trump über seinen ungeschickt Wasser trinkenden Rivalen Marco Rubio lustig gemacht. Jetzt hat der US-Präsident bei einer Pressekonferenz eine Steilvorlage für Häme geliefert, als er selbst Durst verspürte.

Von Martina Buttler, ARD-Studio Washington

Eigentlich wollte US-Präsident Donald Trump auf seiner Pressekonferenz die Ergebnisse seiner jüngsten Asienreise zusammenfassen. Das Highlight in Washington war jedoch ein Schluck aus der Pulle. Wasser - er brauchte Wasser.

Trump verschwindet kurz unter dem Rednerpult und stellt dann fest: Es gibt wohl kein Wasser. Als ein Reporter ihn auf eine Flasche neben seinem Pult aufmerksam macht, greift Trump die Flasche, starrt mit resolutem Blick in die Kamera und schraubt dabei den Deckel ab. Er hebt die Flasche mit beiden Händen an den Mund und nimmt einen Schluck.

Trump bei der Pressekonferenz
16.11.2017

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Mit diesem Schluck hat er ein Twitter-Feuerwerk gezündet. Denn Trump hatte sich in der Vergangenheit über seinen republikanischen Konkurrenten Marco Rubio lustig gemacht, als der vor laufender Kamera kurz zur Wasserflasche griff. "Nächstes Mal sollte Marco Rubio sein Wasser aus einem Glas trinken anstatt aus einer Flasche - hätte viel weniger schlechte Auswirkungen", hatte Trump 2013 getwittert.

Donald J. Trump @realDonaldTrump
Next time Marco Rubio should drink his water from a glass as opposed to a bottle—would have much less negative impact.

Im Februar vergangenen Jahres setzte Trump im Wahlkampf nochmal einen drauf und nannte Rubio einen "Erstickungs-Künstler". "Helft mir, ich brauche Wasser. Hilfe!", rief Trump damals bei einer Rede, nahm dann einen Schluck aus einer Wasserflasche und warf sie lässig über die Schulter.

POLITICO @politico
President Trump mocked Sen. Marco Rubio for a water-related mishap in 2013. Today, Rubio got back at him https://t.co/efO4ansfcJ https://t.co/X4vIyvC8fj

Nun kam die Abrechnung: "Ähnlich, aber er muss an seinem Ausdruck arbeiten", twitterte Rubio. "Es muss in einer Bewegung passieren, die Augen dürfen die Kamera nicht verlassen. Aber nicht schlecht für sein erstes Mal."

Marco Rubio @marcorubio
Similar,but needs work on his form.Has to be done in one single motion & eyes should never leave the camera. But not bad for his 1st time https://t.co/s49JtyRo3S

Zahltag. Die Comedians meinen, Trump habe seinen "Thirsty Thursday", eine studentische Sauftour, die üblicherweise donnerstags stattfindet, vorgezogen und rufen den Wasserskandal aus.

Und von der Seitenlinie kommt der Hinweis: Im Gegensatz zu Rubio habe Trump kein Wasser aus den USA getrunken, sondern hochpreisiges von den Fidschi-Inseln. Das Handelsdefizit bis September habe rund 119 Millionen US-Dollar betragen und der US-Präsident trinke kräftig daran mit. Darauf ein Wasser ohne Kohlensäure.

Jack Caporal @JackCaporal
Trump chooses to drink Fiji water - drawn, bottled, and imported from Fiji - while pledging to reduce trade deficit. Nice!

Trump trinkt Wasser aus einer Flasche und sorgt damit für Schlagzeilen
Martina Buttler, ARD Washington
16.11.2017 10:51 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 16. November 2017 um 14:51 Uhr.

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