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[Bildunterschrift: Der Trevi-Brunnen in Rom. Mit roter Farbe wollten Unbekannte ein Zeichen gegen die "graue bürgerliche Gesellschaft" setzen. ]
Die Rom-Touristen staunten nicht schlecht, als sie an den weltberühmten Trevi-Brunnen kamen. Das Wasser, in das die Menschen traditionell ihre Geldmünzen werfen, weil es Glück bringen soll, war knallrot eingefärbt. Unbekannte haben einen "Farbanschlag" auf den Brunnen verübt.
Nach Polizeiangaben hatte der Täter einen Plastikbehälter mit der Farbe ins Wasser geworfen und war danach geflüchtet. Eine Gruppe mit dem Namen "Azione futurista 2007" hat sich auf Flugblättern zu dem Anschlag bekannt. Sie nimmt darin auch Bezug auf das Filmfest, das gerade in Rom stattfindet. "Ihr wolltet nur einen roten Teppich, wir wollen eine Stadt, die ganz in Zinnoberrot gefärbt ist", schreiben sie darin.
Sie kündigen an, die "graue bürgerliche Gesellschaft" durch einen "Triumph der Farben" zu überwinden. "Die Randgestalten der Gesellschaft, die Alten, Kranken, Studenten und Arbeiter sind unterwegs, um Euer Grau einzufärben", heißt es weiter.
Die Unterzeichner spielen mit ihrem Namen auf die Futuristenbewegung des Jahres 1909 an. Diese hatten eine radikale Erneuerung italienischer Kunst und Literatur verlangt.
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