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Eine große Kiste mit Fenstern, darunter ein paar Räder, fertig ist der Eisenbahnwaggon? Das gilt schon lange nicht mehr. Die heutigen Züge sind Hightech-Systeme, sind eher mit Flugzeugen als mit der alten Bimmelbahn vergleichbar. Steuerkreise, Elektronik, Hydraulik - sie alle bilden ein komplexes Zusammenspiel, bei dem auch schon einmal etwas schief gehen kann, was so mancher deutscher Bahnreisender gerade wieder feststellen muss.
Doch nicht nur in Deutschland gibt es Probleme mit den modernen Zügen. Auch die Passagiere einer Bahnlinie in Mittelschweden machen gerade leidvolle Erfahrungen. Ihre Waggons sind mit einem integrierten Kompressor ausgerüstet, der eigenständig sämtliche Druckwerte für Bremsen und Radaufhängung regelt - leider auch den für die Zugtoilette. Die Folge: Fällt der Druck unter einen gewissen Mindestwert - und das kommt regelmäßig vor- schlägt das System Alarm und löst eine sofortige Notbremsung aus. Dafür reicht manchmal schon eine einzige Toilettenspülung aus, schreibt das "Arbetarbladet". So mancher Passagier, der sich gerade erleichtert hatte, bremste daher so mit dem Abzughebel den Zug unsanft auf freier Strecke.
[Bildunterschrift: Einige moderne schwedische Züge haben mit komplexen "Druck-Problemen" zu kämpfen. ]
Die Bahngesellschaft löste Problem erst einmal pragmatisch: Die Schaffner wurden angewiesen, bei drohendem Druckabfall die Zugtoiletten erst einmal von außen zu verschließen - ohne Rücksicht auf den möglichen Druckanstieg bei den Passagieren. Ob diese nun öfter vorsätzlich die Notbremse betätigen, damit sie auch ohne Zugtoilette einem dringenden Bedürfnis nachgehen können, ist nicht bekannt.
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