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Wenn man an die arabische Halbinsel denkt, fallen einem meist zwei Dinge ein: Erdöl und Wüsten. Beides gab es dort lange, nun, wie Sand am Meer. Dass das Öl langsam knapp wird, das hat sich in so manchem Golfstaat herumgesprochen - und man suchte nach alternativen Einnahmequellen und Investitionsmöglichkeiten.
Schnell wuchsen Edelhotels, Bürotürme, Einkaufszentren und Urlaubsparadiese aus dem Wüstensand. Und genau das war das Problem, denn eben jener wurde dadurch immer knapper. In Saudi-Arabien merkte man schnell, dass der Bausand bald ausgehen könnte. König Abdullah al Saud verhängte daraufhin persönlich ein strenges Exportverbot - allerdings wohl auch, weil die Sandtransporter auf der prestigeträchtigen König-Fahad-Autobahn immer wieder Dauerstaus auslösten.
Das traf den Nachbarn Bahrain hart - dort werden pro Monat 300.000 Tonnen Sand benötigt, von denen bisher knapp ein Drittel von den Saudis bezogen wurde. Mehrere Bauprojekte wurden dadurch bereits verzögert. Vorsorglich beschloss daher auch Bahrains König Abdullah ein Sandembargo, um die verbliebenen Reste in seinem Reich zu halten, berichten die "Gulf Daily News".
Zwar springt nun kurzfristig erst einmal der Golfstaat Oman mit Hilfslieferungen ein – doch Erinnerungen an die erste große Sandkrise von 2003 werden wach. Damals wie heute wurde es den Bauherren zum Verhängnis, dass guter Bausand zwar in fast beliebiger Menge herumliegt, jedoch hauptsächlich in besonders unwirtlichen, sprich sandigen Wüstengegenden. Und diesen einzusammeln und wegzukarren, dazu haben in der Gegend offenbar nicht allzu viele Leute Lust.
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