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Schlusslicht

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Monopoly lässt im Internet über neue Spielefiguren abstimmen

"Niemand schickt einen Hund in Rente"

Monopoly ist der Klassiker unter den Brettspielen. Aber gegen Computerspiele ist selbst diese Institution machtlos. Deshalb lässt Hersteller Hasbro die Fans jetzt im Internet über eine neue Spielefigur abstimmen. Gleichzeitig soll eine alte rausfliegen. Ganz oben auf der Abschussliste stehen Schubkarre und Bügeleisen - denn "niemand schickt einen Hund in Rente".

Von Martin Ganslmeier, NDR-Hörfunkstudio Washington

78 Jahre alt ist das Brettspiel Monopoly. Immer noch ein Klassiker, aber auch etwas angestaubt. Im Zeitalter von Computer und Smartphone haben Fingerhut und Bügeleisen als Spielfiguren allenfalls nostalgischen Charme. Das hat auch der amerikanische Spiele-Hersteller Hasbro erkannt und sich entschlossen, seinen Klassiker ein wenig aufzufrischen. Nicht mit einer teuren Marketing-Aktion, sondern deutlich günstiger und viel effektiver. Mit einer Abstimmung über Facebook können Monopoly-Fans in aller Welt selbst entscheiden, welche traditionelle Spielfigur rausfliegen soll und welche neue Spielfigur künftig über "Los" gehen darf.

Ganz oben auf der Abschussliste: Schubkarre

Seither berichten die amerikanischen Medien ausführlich über die Vor- und Nachteile der kleinen Spielfiguren. "USA Today" hat sogar ein Wettbüro befragt: Die höchste Wahrscheinlichkeit, abgewählt zu werden, hat danach die Schubkarre, "weil sie für ein Brettspiel zu wackelig ist, und weil die Schubkarre im digitalen Zeitalter als Symbol für aufstrebende Kapitalisten nur noch wenig attraktiv ist."

Monopoly-Hersteller lässt über neue Spielfiguren abstimmen
M. Ganslmeier, NDR Washington
10.01.2013 19:33 Uhr

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Hund unbedingt erhaltenswert

Auf den Abschuss-Plätzen zwei und drei liegen laut Wettbüro derzeit das Bügeleisen und der Fingerhut. Die "Washington Post" sieht im Fingerhut zwar ein "Symbol für die Hausfrau der dreißiger Jahre", lobt aber die Standfestigkeit des Fingerhuts auf dem Monopoly-Brett. Abgeschafft gehöre auch das Bügeleisen, denn "Bügeln verherrlicht heute doch niemand mehr".

Gitarre, Katze oder Diamantring

Berlin-Monopoly
galerie

Es gibt bereits zahlreiche Sondereditionen, wie hier das Berlin-Monopoly.

Gute Chancen gebe es dagegen für Hut und Stiefel. Die passten immer noch gut zu einem Spiel, in dem es um viel Geld geht. Unbedingt erhaltenswert seien ebenfalls die Figuren Hund und Auto. "Niemand schickt einen Hund in Rente", mahnt die "Washington Post". Und würde das Auto als Spielfigur abgewählt, hätte Monopoly künftig deutlich weniger männliche Mitspieler.

Auch über fünf mögliche neue Spielfiguren lässt Spielehersteller Hasbro die Monopoly-Fans abstimmen. Bis zum 5. Februar können die User sich entscheiden - zwischen Roboter, Gitarre, Hubschrauber, Diamantring und einer Katze. Wer von den fünf die meisten Stimmen erhält, wird ab Spätsommer als reguläre Spielfigur in den Monopoly-Spielen vertreten sein - um dann jene traditionelle Spielfigur zu ersetzen, die von den Fans die wenigsten Stimmen bekommen hat.

Gewiefte Marketingaktion

Das Ergebnis der Abstimmung über Facebook wird am 6. Februar bekanntgegeben. Unmittelbar danach bietet Hasbro für eine begrenzte Zeit eine "Goldene Monopoly-Edition" an: zum letzten Mal mit allen traditionellen Spielfiguren und gleichzeitig mit allen fünf möglichen neuen Figuren.

Mit der Marketing-Aktion will Hasbro nicht nur das Image seines Spieleklassikers auffrischen und Monopoly bei den Jüngeren wieder ins Gespräch bringen. Letztlich geht es dem Spielehersteller natürlich um das, was bei Monopoly schon immer im Vordergrund stand: um Geld und Marktanteile.

Stand: 10.01.2013 19:33 Uhr

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