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"Opposition ist Mist", schmetterte einst Franz Müntefering mit westfälischer Verve den Genossinnen und Genossen entgegen. Doch obwohl der rote Franz ein Kind von Scholle und Viehzucht ist, hat er offenbar - mit Verlaub - von Dung keinen Schimmer.
Aus einem ganz anderen Material ist da der neuseeländische Kollege Nick Smith, seines Zeichens Umweltminister des Landes. Er weiß: Auch Regierung kann Mist sein, bzw. in selbigem enden. Smith' Haltung gegenüber den Milchviehbetrieben und der von ihnen verursachten Umweltverschmutzung nämlich wurde von dem Künstler Sam Mahon als zu nachgiebig verurteilt.
Mahon wollte deshalb protestieren und formte zu diesem Zweck eine Skulptur des Ministers. Nicht aus Gips, nicht aus Marmor, nicht aus Holz, nein, aus Kuhdung. "Die Skulptur hat einen hohlen Kopf, das ist sehr passend", beschreibt sie Mahon. "Sie ist hochglanzpoliert und steht etwas rechts von der Mitte."
Bei einer Aktion versteigerte der Künstler jetzt sein Werk, das "nicht riecht und ewig halten wird", was man möglicherweise vom Original nicht behaupten kann. Das allerdings zeigte im Gegensatz zu der Skulptur Humor und sprach von einer "Mist-Kunst". 1500 Euro brachte die Auktion schließlich, mit denen Mahon Wasserläufe reinigen will, die von Milchbetrieben in seiner Nachbarschaft verschmutzt wurden. Ob bei der Gelegenheit neues Material für weitere Skulpturen gesammelt wird?
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