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[Bildunterschrift: Wollen nicht mehr nett sein: die Kanadier (Grafik: Tagesschau.de) ]
Deutsche sind effizient, aber humorlos, Italiener unzuverlässig und laut, Briten trinken Tee und können nicht kochen - fast jede Nation hat unter Vorurteilen und Klischees zu leiden, auch die Kanadier. Sie stört es offenbar, dass der Rest der Welt sie einfach nur nett findet. Dagegen kann man etwas tun, befand die Kanadische Historische Gesellschaft: Sie beschloss, die zehn widerlichsten Kanadier zu krönen, um zu beweisen, dass ihre Landsleute durchaus auch anders können.
"Wir wollen Kanadas widerlichste, nutzloseste, bösartigste und zerstörerischste menschliche Kräfte küren", so Deborah Morrison, Präsidentin der Vereinigung. Dunkle Charaktere würden doch auch viel interessantere Geschichten haben als die netten Langweiler. Auf der Website ihrer Zeitschrift "The Beaver" rief sie deshalb dazu auf, die schlimmsten Kanadier zu melden und mal so richtig gegen sie vom Leder zu ziehen. Zudem wurde eine Expertenkommission aus Historikern beauftragt, sich ihre eigenen Gedanken über nationale Bösewichter zu machen.
So richtig erfolgreich scheint sie dabei nicht zu sein: Neben den üblichen Verdächtigen wie Politikern scheinen sich Kanadier vor allem an Personen aus der Hockey-Welt zu reiben, deren Bekanntheitsgrad jenseits der Landesgrenzen eher überschaubar ist. So sind Favoriten wie Harold Ballard, ehemaliger Besitzer des Maple-Leafs-Hockeyteams nur begrenzt geeignet, um gegen Weltklasse-Bösewichte wie Kim Jong-Il, Osama bin Laden oder Dschingis Khan anzutreten.
Bessere Chancen hätte da schon Pop-Sirene Celine Dion, die der Welt unter anderem den Titanic-Song "My heart will go on”, nun ja, beschert hat. Wer selber an der Umfrage teilnehmen will, kann seine Vorschläge noch bis zum 1. Juni hier einreichen. Ein kleiner Tipp: Auch Busenwunder Pamela Anderson und Grimassen-Komiker Jim Carrey kommen aus Kanada...
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