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[Bildunterschrift: Die Newark Weekly News freut sich über einen 100.000-Dollar-Vertrag. ]
In der amerikanischen Stadt Newark scheint alles gut zu sein. Zumindest wenn man der örtlichen Zeitung, "Newark Weekly News" glaubt, denn das Blatt veröffentlicht nur positive Nachrichten. Dieses Konzept gefällt den Verantwortlichen der Gemeinde im US-Staat New Jersey natürlich sehr, denn statt Nestbeschmutzer arbeiten bei dieser Zeitung "Nestverschöner". "Haben wir kritische Reporter in der Redaktion?" fragt Verleger Howard Scott und gibt gleich selbst die Antwort: "Nein." - "Haben wir investigative Reporter? Nein. Unsere Nische ist der gute Stoff."
Und dieser Stoff verkauft sich so gut, dass die Gemeinde dem Verleger einen 100.000-Dollar-Vertrag gegeben hat. Der Vertrag mit der Stadt sieht eine enge Zusammenarbeit mit dem Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vor - dort werden künftig die Themen für die Redaktion der Wochenzeitung vorgegeben. Der Vorsitzende der Pressevereinigung New Jersey, John O'Brien, kritisierte die Zusammenarbeit als Verschwendung von Steuermitteln. "Die Aufgabe der Presse sollte die eines Wachhunds sein", bellt er.
Doch die "Newark Weekly News" ist eher ein händeleckender Golden Retriever als ein bissiger Wachhund. In der Zeitung herrscht eitel Sonnenschein, und es hagelt gute Tipps: für ein noch glücklicheres Leben, für noch mehr Gesundheit, für eine noch steilere Karriere. Allerdings wird das Böse auch nicht ganz ausgeblendet. Unangenehme Gedanken an das Schlechte im Leben kommen dem Leser beim Erblicken der Anzeigen für den Computer-Doktor oder für die örtliche Autowerkstatt. Fast schon kritisch: Das "Money 4 Guns"-Programm wird beworben. Dort können unter Waffen stehende Newarker ihre Feuereisen gegen Bares eintauschen. Doch auch dies ist ja eigentlich eine gute Nachricht.
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