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"Sie sah aus wie eine typische Großmutter" Debi Light, Inhaberin eines Handarbeits-Fachgeschäfts in Woodstock bei Atlanta, kann kaum fassen, dass sie Opfer einer Serientäterin geworden ist, die nur auf eines aus war: Wolle - und zwar die beste und die teuerste.
[Bildunterschrift: Der Stoff, aus dem die Träume sind - zumindest für manche. ]
Dabei bedurfte es keiner vorgehaltenen Stricknadeln oder gar schlimmerer Waffen. Die Woll-Diebin bedienten sich einfacher Strickmuster: „Ich muss mal kurz zum Auto, um das mit meiner Vorlage zu vergleichen“ - schon waren edelste Ware, der Strang für bis zu 40 Dollar, verschwunden. Doch die diebische Woll-Omi war nicht allein: Eine weitere Frau, in der Strickszene von Atlanta durchaus bekannt und geachtet, kopierte offenbar die Vorgehensweise, wurde dabei immer gieriger.
Nach und nach weiteten die beiden Damen ihren Wirkungskreis aus. Kaum ein Handarbeitsgeschäft in der Umgebung von Atlanta war vor ihnen sicher. Jetzt wurden jedoch beide Frauen in einem Woll-Fachgeschäft festgenommen, berichtet der Fernsehsender WSB-TV. Mit dem sichergestellten Diebesgut hätte eine alte Frau lange stricken können: Allein im Haus einer der Verhafteten wurde Wolle im Wert von fast 13.000 Dollar (gut 10.000 Euro) gefunden - insgesamt rund zwölf große Müllbeutel voll edelster Ware.
Wie viel von dem teuren Garn bereits auf Nimmerwiedersehen verstrickt wurde, konnte nicht festgestellt werden. Noch haben nicht alle betroffenen Geschäftsinhaber entschieden, ob sie Anzeige erstatten wollen. Trotzdem kann es sein, dass die beiden Wolldiebinnen bald sehr viel Zeit zum Stricken haben werden. Fragt sich nur, ob sie dann auch noch genügend Wolle haben.
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