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147.456 Prozessoren, 144 Terabyte Hauptspeicher - die Eckdaten des elftgrößten Computers der Welt sind wahrhaft beeindruckend. Berechnungen von astronomischen Dimensionen, Bearbeitung gigantischer Datenmengen sind damit möglich - oder die Simulation einer Hauskatze. Allerdings keiner gewöhnlichen, sondern einer sehr, sehr langsamen. Ein Katzenleben - komplexer als gedacht.
IBM-Wissenschaftler nutzen den Superrechner am kalifornischen Lawrence Livermore National Laboratory, um die Vorgänge im Gehirn eines Stubentigers zu simulieren. Doch selbst der gigantische Computer konnte deren zerebralen Aktionen nur mit einem Hundertstel der Geschwindigkeit nachvollziehen, mit der sie in der realen Katze ablaufen. Immerhin lassen sich so die Hirnfunktionen des Stubentigers nachvollziehen, die zum Schlafen, Fressen und Zerstören von empfindlichen Einrichtungsgegenständen führen.
[Bildunterschrift: Guck nicht so, Tiger: Diese komischen Computerkittys sind nun wirklich keine Konkurrenz! ]
Die Wissenschaftler hoffen so, Einblick in grundsätzliche Funktionen des Hirns zu erhalten und daraus wiederum Rückschlüsse für den Bau effizienter Großrechner zu erhalten. Gefördert wird das Projekt übrigens mit einem zweistelligen Millionenbetrag vom US-Verteidigungsministerium, obwohl es wohl eher unwahrscheinlich ist, dass es zur Entwicklung einer neuen Generation bionischer Kampfkatzen führen wird. Einen entscheidenden Vorteil hat der Katzencomputer jedoch gegenüber den realen Tieren: Er lässt seine Maus in Ruhe.
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