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Die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS hat schon viele Shuttles kommen und gehen sehen. Die "Discovery" erwarten die Astronauten jedoch besonders dringlich, denn: Seit einer Woche müssen sie und können nicht so richtig. Erlösung verspricht eine kleine Pumpe aus Russland.
Von Klaus Kastan, BR-Hörfunkstudio Washington
Selten wurde ein Shuttle von der Besatzung der Internationalen Raumstation, ISS, so sehnlichst erwartet, wie dieses Mal. Und das liegt nicht an dem eigentlichen Zweck dieses Fluges, sondern an einem kleinen Ersatzteil, das die sieben Astronauten mit an Bord der "Discovery" verstaut haben: eine kleine Pumpe.
[Bildunterschrift: "Krieg-der-Sterne"- Bösewicht Darth Vader weiß Bescheid: Irdische Toiletten funktionieren besser als die im All. ]Sie wird dringend für die Reperatur der defekten ISS-Toilette benötigt. Zweimal haben die Besatzungsmitglieder schon versucht, das kaputte Teil auszutauschen, doch auch die Ersatzteile waren offensichtlich defekt - Ergebnis: Die Toiletten-Spülung auf der Raumstation funktioniert seit über einer Woche nur sehr eingeschränkt.
"Nach knapp drei Spülungen muss manuell Wasser in die Toilette hineingeleitet werden", berichtet Kirk Shireman von der Nasa. "Damit sind zwei Astronauten jedesmal rund zehn Minuten beschäftigt."
Jetzt aber sind die Nasa-Mitarbeiter optimistisch: Aus Russland wurde für die Toilette eine neue Pumpe nach Cape Caneveral gebracht - im Diplomatengepäck einer Linienmaschine, verriet ein Sprecher der Weltraumbehörde, damit die wichtige Fracht ihr Ziel auch unbeschädigt erreichen konnte.
"Die Russen haben uns gesagt, dass diese Pumpe das Problem wohl lösen wird", so Shireman hoffnungsvoll.
[Bildunterschrift: Warten auf Erlösung: Die Toilette der ISS ist defekt. ]
Während der Countdown bereits lief, wurde die Pumpe an Bord gebracht. Jetzt ist die Discovery gestartet. Und wenn das Toilettenproblem nach ihrer Ankunft am Montag gelöst worden ist, können die Astronauten der eigentlichen Mission ihres Fluges nachgehen: Ein weiteres Modul an der ISS anschließen - für das japanische Labor "Kibo", was soviel wie "Hoffnung" heißt.
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