Schlusslicht: Am Ende der Straße steht ein Haus am Meer

Schlusslicht

Schlusslicht

Ein Streifen, der breiter macht

Und am Ende der Straße steht ein Haus am Meer

Ein Grundstück am Atlantischen Ozean, in einer der begehrtesten Lagen der Welt - wer hätte das nicht gerne, insbesondere, wenn es auch noch einem moderaten Preis zu haben ist? Nun, die Chance darauf haben Sie gerade verpasst. Aber trösten Sie sich: Das Sonderangebot hätte nur für echt schmale Handtücher gepasst.

Von Wulf Rohwedder, tagesschau.de

Sie sind einer der angesagten Rückzugsorte der Reichen, Wichtigen und der Schönen: die Hamptons auf Long Island bei New York - VIP-Treff, Künstlerkolonie, Drehort vieler Filme. Wer hier zumindest eine Sommerresidenz hat, der hat es geschafft. Aber nur wer auch ein Seegrundstück besitzt, gehört zur wirklichen High Society.

Ja, aber die Lage!

Ein solches wurde dieser Tage tatsächlich angeboten. Mit rund 175 Quadratmetern ist es nicht gerade ein Villenstandort, aber sicher geeignet für ein schnuckeliges Strandhäuschen  - wäre da nicht der ungünstige Zuschnitt: Das Grundstück ist knapp 600 Meter lang, allerdings nur 30 cm breit.

Dafür hätte ich es auch genommen

Ganze zehn Dollar (umgerechnet also gerade mal 7,60 Euro) wollte die Verwaltung von Suffolk County zunächst für den Streifen haben, der einst zum Begleichen einer Steuerschuld beschlagnahmt worden war. Vier der angrenzenden Nachbarn war selbst dieser Preis zu hoch - zwei weitere bissen jedoch an, so dass die Verantwortlichen eine Auktion ansetzen mussten, berichtet der lokale "Newsday".

Und für die beiden wurde das Ganze offenbar ein Frage der Ehre: Nach einem wilden Bietergefecht zwischen den benachbarten Finanzmanagern wurde das Grundstückchen für einen Preis von 120.000 Dollar (91.500 Euro) verkauft.

Länge zählt eben doch

Der Auktionsgewinner kann sich nun freuen, einen ganz klein bisschen längeren Strandabschnitt zu haben und seinen Konkurrenten um weitere 30 Zentimeter auf Distanz zu halten. Und das sollte doch mehr wert sein als ein weiterer Sportwagen oder noch eine Luxusuhr.

Übrigens: 1639 hatte der Siedler Lion Gardiner die ganze Region von dem Stamm der Algonquin-Indianer eingetauscht - für einen Hund, etwas Munition sowie ein paar Äxte, Decken, Spiegel und Ahlen.

Stand: 06.09.2013 20:26 Uhr

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