Schlusslicht

Zwei Wettkämpfer im

Vögelchen, Vögelchen, flieg! Sicherheitskonzept für Wasserspringer

Stand: 24.07.2013 21:45 Uhr

Tauben sind in vielen Großstädten eine Plage. Das gilt auch für Barcelona, wo zurzeit die Schwimm-WM stattfindet. Damit die Sportler ihre Wettkämpfe ungestört austragen können, haben sich die Veranstalter ein neues Sicherheitskonzept ausgedacht.

Oscar Martos beginnt seinen Dienst früh. Sein Haupteinsatzgebiet: das Becken der Wasserspringer im "Piscina Municipal de Montjuïc". Unterstützt wird er von drei Kollegen. Drei gefiederten Kollegen. Denn zur Überwachung des Schwimmbeckens setzen die Veranstalter in diesem Jahr auf Greifvögel.

Doppeltes Vogelproblem

Zwei Adler und ein Falke patrouillieren jeden Tag vor, während und nach den Wettkämpfen im Luftraum über dem Becken, um lästige Tauben und Möwen von den Wettkämpfen fernzuhalten. Barcelona hat wegen der Nähe zum Meer nämlich ein doppeltes Vogelproblem. Und das betrifft nicht nur die Sauberkeit des Beckens, sondern auch die Sicherheit der Springer.

Kollisionen vermeiden

Möwen hätten keine Angst und könnten nach unten fliegen, um zu trinken oder im Wasser ein Bad zu nehmen, sagt Martos. "Wenn sie das tun, wenn ein Wasserspringer in der Luft ist, könnte es gefährlich werden." Die Wettkämpfer starten bei ihren Sprüngen aus bis zu zehn Metern Höhe.

Kommandos mit der Trillerpfeife

Bei allen drei Greifvögeln handelt es sich um Weibchen. Die seien größer und aggressiver, erklärte Martos. Er kontrolliert den Flug der Vögel mit dem Einsatz einer Trillerpfeife. Auf das Signal hin wenden die Vögel. Wenn Martos seine Faust in die Höhe reckt, sollen die Tiere zu ihm zurückfliegen. Raubvögel einzusetzen sei eine gute Alternative zur Vergiftung oder dem Einfangen von Tauben und Möwen, sagte Martos.

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