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Diese Meldung lässt alle Anhänger außerirdischer Verschwörungstheorien aufhorchen: Das Weiße Haus hat offiziell verkündet, dass die US-Regierung über keine Beweise für die Existenz außerirdischen Lebens verfüge. Oder darüber, dass Außerirdische jemals Kontakt zu uns aufgenommen hätten. Dabei hatten zwei Online-Petitionen die US-Regierung aufgefordert, genau das endlich zuzugeben.
Von Samira Knoke für tagesschau.de
"I want to believe" (zu deutsch: "Ich will es glauben") prangt in der US-Serie "Akte X" in großen Lettern auf einem UFO-Poster in Agent Mulders Büro. Selbst Archäologie-Professor und Abenteurer Indiana Jones hat in einem Kinofilm einschlägige Beweise für den Absturz von Außerirdischen 1947 im amerikanischen Roswell gefunden. Und der ganz echte Schweizer Publizist Erich von Däniken hat in unzähligen Büchern die Existenz außerirdischen Lebens mit seinen Hypothesen wissenschaftlich untermauert. Alles Spinner? Das dürfte man meinen, wenn man der US-Regierung Glauben schenkt.
[Bildunterschrift: Sollen Aliens wirklich nur der Fantasie entspringen? ]
"Die US-Regierung verfügt über keine Beweise dafür, dass irgendeine Art von Leben außerhalb unseres Planeten existiert. Oder dafür, dass außerirdische Wesen irgendein Mitglied der menschlichen Rasse kontaktiert oder angesprochen haben", schreibt Phil Larson vom Wissenschaftsdienst des Weißen Hauses als Antwort auf zwei Online-Petitionen. Mehr als 12.000 Menschen hatten US-Präsident Barack Obama per Online-Petition aufgefordert, endlich offiziell zu bestätigen, dass Außerirdische mit uns Menschen in Kontakt getreten sind. Die Alien-Aktivisten verlangten auch, dass Obama unverzüglich alle Akten, die sich mit UFOs und extraterrestrischem Leben befassen, veröffentlicht.
Stattdessen kam nun also die Antwort von Larson. Schickt Obama nur einen Strohmann, um die Brisanz des Themas zu verschleiern? Fakt ist: Die Antwort von Larson, in der er die Existenz für Beweise außerirdischen Lebens dementiert, kam still und heimlich - kurz vor einem Wochenende und überschattet vom Griechenland-Krimi und dem G20-Gipfel in Cannes. Die Öffentlichkeit bekam nur zufällig und erst Tage später Wind von der Sache.
[Bildunterschrift: Niemand kann außerirdisches Leben ausschließen - auch nicht die US-Regierung. ]
Sind "E.T.", "Mister Spock" und "Alf" vom Planeten Melmac also wirklich nur die Hirngespinste kreativer Filmautoren? Oder könnte es nicht doch sein, dass es irgendwo da draußen anderes intelligentes Leben gibt? Liebe Ufologen, es kann! Das können nämlich selbst die Vereinigten Staaten nicht glaubhaft ausschließen. In der offiziellen Antwort heißt es daher weiter: "Viele Wissenschaftler sind zu dem Schluss gekommen, dass es statistisch gesehen sehr wahrscheinlich ist, dass es irgendwo zwischen den Billionen und Billionen an Sternen im Universum einen Planeten außer unserem gibt, der Leben beherbergt." Aha!
Auch wenn Larson noch schreibt, dass die großen Entfernungen eine Kontaktaufnahme extrem unwahrscheinlich machen würden und alles als Statistik und Spekulation abtut - für Verschwörungstheoretiker dürfte dieses Statement ein gefundenes Fressen sein.
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