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Denver hat es nicht leicht. Die Wirtschaftskrise ging auch an der Stadt im US-Bundesstaat Colorado nicht spurlos vorüber. Eine der großen Zeitungen hat gerade pleite gemacht, das Football-Team, die Denver Broncos, waren auch schon mal erfolgreicher.
Da wird es Zeit, etwas zu tun, dachte sich der engagierte Bürger Jeff Peckman. Think big, in großen Dimensionen zu denken, ist amerikanischen Pionieren nicht fremd. Und so startete Peckmann eine Initiative, die erste städtische Kommission für außeridische Belange einzurichten.
Diese soll den Bürgern der Stadt helfen, sich auf mögliche Begegnungen mit Außerirdischen angemessen vorzubereiten - damit ihnen nicht dasselbe passiert wie ihm selbst: Am Todestag von Michael Jackson flog ein Ufo über seinem Kopf hinweg, ohne dass er wusste, was er tun sollte.
Die meisten Bürger von Denver fanden Peckmanns Vorstoß nicht außer-, sondern unterirdisch. Trotzdem gelang es ihm, die rund 4000 notwendigen Unterschriften zusammenzubekommen, um ein entsprechendes Referendum zu starten.
Voraussichtlich am 10. August werden die Bürger nun in der "Mile High City" über die "extraterrestrial affairs initiative" abstimmen können. Bevor sie diese pauschal ablehnen, sollten sie allerdings einige Punkte beachten: Eigentlich ist Denver mit seiner Hochplateau-Lage ein idealer Landeort für Außerirdische. Vielleicht könnte die Stadt ja auch einen Teil des extraterrestischen Fremdenverkehrs aus dem Umland abzweigen: Schließlich liegen beliebte UFO-Landeorte wie Roswell und die berüchtigte Area 51 ja gar nicht so weit weg - zumindest in galaktischen Dimensionen gerechnet.
Bisher ist Peckmans politischen Bemühungen wenig Erfolg beschieden gewesen. Weder konnte er eine Stress- und Meditationstherapie für alle Bürger durchsetzen noch gelang es ihm, US-Präsident Barack Obama dazu bewegen, sein Geheimwissen über Außerirdische mit der Welt zu teilen. Eine durchaus Erfolg versprechende politische Initiative hat Peckman inzwischen jedoch schon auf den Weg bringen können, wenn auch unfreiwillig: Immer mehr Bürger von Denver sprechen sich für eine Volksabstimmung aus, die Volksabstimmungen zukünftig erschweren soll.
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