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Schlusslicht

Schlusslicht Armer Geddon

Ach du armer Geddon!

Von wegen nur mal kurz die Welt retten

Schon öfter mussten wir an dieser Stelle schlechte Nachrichten verkünden. Jetzt ist es mal wieder so weit: Wir sind - wie üblich - früher oder später dem Untergang geweiht. Und der, auf den wir im Falle einer kosmischen Kastastrophe am meisten hoffen, wird uns nicht helfen können.

Von Wulf Rohwedder, tagesschau.de

Von Hollywood und führenden Apokalyptikern wissen wir: Asteroiden, Kometen, Meteore - Tausende Himmelskörper warten nur darauf, jeden Moment auf die Erde zu stürzen und alles Leben auszulöschen. Doch die Filme verraten auch, wie das zu verhindern ist: Man suche ein paar tapfere Menschen und gruppiere sie um Bruce Willis - zur Not tut es auch Robert Duvall. Die fliegen dann ins All hinaus und jagen den fiesen Brocken in die Luft.

Das haben wir nun von der Abrüstung!

Also alles in Ordnung, solange wir die Augen offen halten und schauen, was demnächst so in Erdnähe herumfliegt? Leider nein. Studenten der Universität Leicester haben jetzt errechnet, dass selbst die größte Atombombe der Welt nicht ausreichen würde, einen Asteroiden zu zerstören - zumindest, wenn er so groß ist wie im Film. Tatsächlich würde man etwa eine Milliarde davon benötigen, um ihn in unbedenkliche Teile zu zerlegen, berichtet die "Network World".

Daumendrücken reicht wohl

Also doch lieber noch einmal über die atomare Abrüstung nachdenken? Lieber nicht: Abgesehen davon, dass man so viele Bomben gar nicht ins All bekäme, gäbe es  noch viele Unwägbarkeiten. Außerdem wäre es dazu wahrscheinlich schon zu spät, wenn man einen Himmelskörper auf Kollisionskurs entdeckt. Die US-Raumfahrtbehörde NASA beruhigt jedoch:  Der letzte große Einschlag liegt 66 Millionen Jahre zurück - die Wahrscheinlichkeit, in unserer Lebenszeit einen zu erleben, geht gegen Null.

Also wenden wir uns besser nur an Herrn Willis, wenn es gilt, Flughäfen, Bürogebäude und Goldlagerstätten von lästigen Terroristen zu befreien - er ist  ja auch nicht mehr der Jüngste. Und wenn es doch mal darum geht, Katastrophen astronomischen Ausmaßes zu verhindern, hat  ja vielleicht Chuck Norris Zeit.

Stand: 11.08.2012 10:07 Uhr

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