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Meine Damen und Herren, die Zukunft, sie ist heute. Wir haben die Technologie, wir haben die Möglichkeiten und wir haben es gebaut: Hightech auf Hufen. Es wird besser, schneller und vielseitiger sein - das erste drahtlos vernetzte Cyborg-Polizeipferd.
Von Wulf Rohwedder, tagesschau.de
Kentucky ist der Pferdestaat der USA schlechthin: Das offizielle Staatspferd ist ein Vollblut, hier gibt es einige der bekanntesten Rennstrecken, auch auf der offiziellen 25-Cent-Münze des Bundesstaats ist ein Vollblüter zu sehen. So ist es selbstverständlich, dass dort auch die berittene Polizei noch eine wichtige Rolle spielt.
Auch in der Stadt Louisville ist man stolz auf seine vierbeinigen Ordnungshüter - und tut alles, um sie optimal für den Dienst auszurüsten. Ein Anachronismus? In Gegenteil! Jetzt sind die Huftiere dort sogar im digitalen Zeitalter angekommen: Das örtliche Polizeirevier kann sich rühmen, die ersten drahtlos vernetzten Polizeipferde der Welt zu besitzen.
Über eine Tastatur und ein Display am Sattel können die berittenen Polizisten auf das Datennetz der Polizei zugreifen und so zum Beispiel Vorstrafen und Autozulassungen abfragen. Außerdem haben sie Zugriff auf den Standort von Kollegen in ihrer Nähe und sogar vollen Internetzugang. Die Pferde bleiben dafür glücklicherweise von invasiven Eingriffen verschont. Sie erhalten vielmehr ein Brustgeschirr, in dem die notwendige Technologie eingebaut ist.
Die digitale Aufrüstung eines Pferdes kostet rund 3300 Dollar (2300 Euro) - eine Ausgabe, die sich nach Ansicht von Dan Assef, Chef der berittenen Polizei in Louisville, bezahlt macht. In einem nächsten Schritt sollen deshalb auch die Fahrräder der örtlichen Polizei mit den Geräten ausgestattet werden.
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