Schienenkartell: Erneut hohes Bußgeld für ThyssenKrupp

Die Hauptverwaltung von ThyssenKrupp in Essen (Bildquelle: dpa)

Verfahren gegen Schienenkartell

Wieder hohes Bußgeld für ThyssenKrupp

Im Verfahren um das sogenannte Schienenkartell hat das Bundeskartellamt acht weitere Bußgelder in Höhe von insgesamt fast hundert Millionen Euro verhängt. Damit würden Absprachen zulasten von Nahverkehrsunternehmen, Privat-, Regional- und Industriebahnen und von Bauunternehmen geahndet, erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Um Absprachen zulasten der Deutschen Bahn sei es in diesem Teil des Verfahrens nicht mehr gegangen.

Schienen (Bildquelle: dapd)
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Das Kartellamt verhängte erneut hohe Bußgelder im Schienenkartell-Verfahren.

Der mit Abstand höchste Bußgeldbescheid erging mit 88 Millionen Euro gegen die Gleistechniksparte von ThyssenKrupp. Der Konzern teilte bereits mit, das Bußgeld zu akzeptieren. Man habe dafür eine entsprechende Rückstellung gebildet.

Laut Kartellamt muss Voestalpine aus dem hessischen Butzbach 6,4 Millionen Euro zahlen, das Braunschweiger Unternehmen Schreck-Mieves zwei Millionen Euro. Fünf weitere Unternehmen der Eisenbahn- und Gleistechnik erhielten Bußgeldbescheide in Höhe von insgesamt 1,24 Millionen Euro. Die Ermittlungen gegen ein weiteres Unternehmen dauern laut Bundeskartellamt noch an.

Das Bundeskartellamt hatte zuvor im Schienenkartellverfahren für Absprachen zulasten der Deutschen Bahn Bußgelder von insgesamt 134,5 Millionen Euro verhängt. Damit summieren sich die verhängten Bußgelder auf insgesamt gut 232 Millionen Euro. Die Behörde hatte das Kartell vor rund zwei Jahren aufgedeckt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Juli 2013 um 14:00 Uhr.

Stand: 23.07.2013 12:56 Uhr

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