Diese Straße in Bielefeld ist nach dem Unwetter überschwemmt | Bildquelle: dpa

Nordrhein-Westfalen Unwetter: Hunderte Feuerwehr-Einsätze in OWL

Stand: 21.05.2019 16:04 Uhr

Die Gewitter machen der Feuerwehr in OWL viel Arbeit. Vor allem im Kreis Lippe sind viele Straßen und Keller überflutet.

Tief "Axel" beschäftigt am Dienstag (21.05.2019) weiter die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr in OWL. Besonders stark betroffen ist laut Polizei der Kreis Lippe: Dort gab es bis zum Morgen bereits mehr als 350 Einsätze.

Besonders in Kalletal, Dörentrup und Extertal, aber auch in der Detmolder Innenstadt, in Bad Salzuflen und Lemgo liefen etliche Keller voll. Straßen sind überflutet und nicht befahrbar.

Schafsherde weggespült

In Lemgo wurde eine Herde mit etwa 40 Schafen weggespült. Lediglich elf Tiere konnten gerettet werden. In Dörentrup-Bega wurden der Ortskern und die Kirche überschwemmt. In Kalletal drang Schlamm in den Keller eines Seniorenheims ein. 

Aber auch in anderen Städten und Kreisen Ostwestfalens gab es durch das Gewitter überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller, unter anderem in Bielefeld, Höxter und Delbrück.

Spitzenreiter in Sachen Regenmengen waren laut des Lübbecker Meteorologen Friedrich Föst die Regionen Extertal bis Horn-Bad Meinberg und Büren bis Bad Wünnenberg. So kamen an der Wetterstation Wünnenberg-Eilern bis zum Mittag 90,9 Liter auf einen Quadratmeter zusammen.

"Da die Schauer und Gewitter nicht jede Wetterstation gleichermaßen getroffen hat, sind lokal auch noch höhere Regenmengen aufgetreten", teilte Friedrich Föst dem WDR mit.

Zum Vergleich: Die durchschnittlichen Niederschlagsmengen für den Monat Mai liegen in OWL zwischen 55 und 70 Litern pro Quadratmeter, so dass vor allem im Osten und Süden innerhalb weniger Stunden mehr als eine gesamte Monatsmenge vom Himmel gekommen ist. 

"Zur Beruhigung: In den kommenden Tagen beruhigt sich das Wetter, stärkere Schauer und Gewitter sind nicht in Aussicht", sagt Meteorologe Föst.

Starkregen
31.10.2018

Quelle: wdr.de

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