Zwei Angehörige der DLRG paddeln am 23.12.1993 in einem Rettungsboot durch die überflutete Altstadt von Köln. Das Hochwasser erreichte am 24.12. mit einem Pegelstand von 10,63 Metern seinen Höchststand.  | Bildquelle: picture-alliance / dpa

Nordrhein-Westfalen Heiligabend 1993: Nasse Bescherung für den Westen

Stand: 24.12.2018 06:00 Uhr

Keine Heizung, kein Strom, dafür Wasser im Haus: Der Rhein bescherte vielen Anwohnern zum Heiligabend 1993 Pegelstände mit Rekordwerten - und höchst ungemütliche Stunden.

Wenn es in den Bergen taut, steigt das Wasser im Rhein. Das wissen die Anwohner seit Jahrhunderten, und sie können sich darauf einstellen.

Aber 1993 kamen die Fluten schon zur Weihnachtszeit: Im Dezember fiel der Regen wochenlang, die Flüsse rechts und links des Rheins schwollen so an, dass er die Wassermassen nicht mehr fassen konnte. Pünktlich zu Heiligabend überflutete er Städte, Äcker und Wiesen im Rheinland, allen eilig eingeleiteten Vorkehrungen zum Trotz.

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Vor 25 Jahren: Als Weihnachten ins Wasser fiel

Blick auf das überflutete Köln mit dem Dom, aufgenommen am 23. Dezember 1993.

Die Katastrophe hatte sich schon wochenlang angekündigt: Schwere Regenfälle hatten bereits in der Vorweihnachtszeit 1993 den Rhein stetig anschwellen lassen. | Bildquelle: picture-alliance / dpa

Ein Hochwasser nach dem anderen

Mit Rekord-Pegelständen von bis zu 10,69 Metern ging die Flut als "Weihnachtshochwasser" in die Geschichte ein. Es traf vor allem Bonn und Köln: Häuser waren nur noch mit dem Boot erreichbar, Heizung und Strom fielen aus, THW und Sanitäter waren im Dauereinsatz.

Fast drei Tage schwappte die Brühe durch Köln und flutete den Niederrhein, bis die Pegel wieder sanken. Eine kurze Verschnaufpause: Im Januar stieg das Wasser erneut. Und der Rekord wurde keine zwei Jahre später wieder eingestellt: 1995 gab es das nächste "Jahrhunderthochwasser".

Quelle: wdr.de

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