Flugzeuge der Fluggesellschaft Eurowings stehen auf dem Vorfeld des Düsseldorfer Flughafens. | Bildquelle: dpa

Warnstreik in Düsseldorf Zahlreiche Eurowings-Flüge ausgefallen

Stand: 20.11.2018 13:52 Uhr

Warnstreik bei Eurowings in Düsseldorf
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Flugbegleiter in Düsseldorf im Ausstand

Bei Eurowings hat das Kabinenpersonal am Düsseldorfer Flughafen die Arbeit niedergelegt. 56 Flüge fielen aus, mehr als 4.000 Reisende waren betroffen.

Streik bei Eurowings
Streik bei Eurowings

Am Düsseldorfer Flughafen haben am Dienstag (20.11.2018) Eurowings-Mitarbeiter im Rahmen eines Warnstreiks ihre Arbeit niedergelegt. Im Tarifstreit mit der Lufthansa-Tochter hatte die Gewerkschaft Verdi die Flugbegleiter der Airlines Eurowings und LGW zu einem Streik von 4.30 Uhr bis 12.30 Uhr aufgerufen. Sie hatte die Aktion am Montagabend (19.11.2018) angekündigt.

Insgesamt seien 56 An- und Abflüge ausgefallen, sagte ein Eurowings-Sprecher dem WDR. "Die 4.000 betroffenen Passagiere haben wir alle umbuchen können." Der Flugbetrieb werde sich im Laufe des Dienstagnachmittags normalisieren.

Die Kunden waren vorab informiert worden, die Ticketschalter wurden dennoch mit mehr Mitarbeitern als sonst besetzt.

Verdi: Bis zu 18-Stunden-Schichten

"Die Streikbereitschaft ist enorm. Das zeigt uns heute Morgen, wie nötig eine Lösung der Tarifkonflikte ist, um weitere Streiks in der Vorweihnachtszeit zu vermeiden", betonte Verdi-Verhandlungsführer Volker Nüsse.

Verdi reagiere mit dem Warnstreik auf die Weigerungshaltung der Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem verlässliche Dienstpläne, Arbeits- und Bereitschaftszeiten, aber auch einen schlagkräftigen Betriebsrat. Eurowings lehne dies ab und ändere Arbeitszeiten. Nach Angaben von Verdi gibt es bis zu 18 Stunden lange Dienste, was Tarifverträgen widerspreche.

Eurowings: Verhalten nicht nachvollziehbar

Die Airline verurteilte ihrerseits das Vorgehen der Gewerkschaft. Der Streikaufruf erfolge, obwohl die Fluggesellschaft bereits die nächsten Gesprächstermine mit Verdi vereinbart habe. "Dieses Verhalten ist für niemanden mehr nachvollziehbar", teilte das Unternehmen mit.

Der Streikaufruf gilt auch für die Beschäftigten der Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW), die mit mehr als 30 Flugzeugen für Eurowings unterwegs ist. Eurowings beschäftigt 500 der über 1.000 Kabinenbeschäftigten am Hauptstandort Düsseldorf.

Quelle: wdr.de

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