NRW-Opferschutzbeauftragte in Lügde

Missbrauchsfall Lügde Anklage wirft Verdächtigem 293 Fälle vor

Stand: 17.05.2019 14:12 Uhr

Im Fall des Kindesmissbrauchs in Lügde hat das Landgericht Detmold Details zur Anklage gegen den Hauptangeschuldigten Andreas V. und seinen Komplizen Heiko V. bekannt gegeben.

Das Landgericht Detmold hat am Freitagmittag (17.05.2019) Details zur Anklage im Missbrauchsfall in Lügde bekannt gegeben.

Der Hauptangeschuldigte Andreas V. soll in insgesamt 293 Fällen schweren sexuellen Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen begangen haben. Das wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor.

22 minderjährige Opfer von Andreas V.

In der Anklageschrift werden 22 Opfer aufgezählt, die zum Tatzeitpunkt minderjährig gewesen sein sollen. Außerdem soll der 56-Jährige zwei Kinder veranlasst haben, sexuelle Handlungen aneinander vorzunehmen.

Der zweite Angeschuldigte ist Heiko V. aus Stade. Ihm wird vorgeworfen, Andreas V. in mehreren Fällen zum Kindesmissbrauch angestiftet und Beihilfe geleistet zu haben.

Heiko V. nahm per Webcam am Missbrauch teil

Er soll in einigen Fällen per Webcam-Übertragung teilgenommen haben und den Kindern Anweisungen gegeben haben. Außerdem soll der 49-Jährige mehr als 40.000 kinderpornografische Fotos und Videos besessen haben.

Noch gibt es keinen Termin für die Gerichtsverhandlung. Die Jugendschutzkammer des Landgerichts Detmold prüft derzeit, ob die Anklagen zur Hauptverhandlung zugelassen werden.

Quelle: wdr.de

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 17. Mai 2019 um 14:45 Uhr.

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