Diaby (links) und Bender jubeln | Bildquelle: dpa

Heimsieg gegen Rangers Leverkusen kommt mühelos weiter

Stand: 06.08.2020 20:48 Uhr

Bayer Leverkusen ist ins Viertelfinale der Europa League eingezogen. Nach dem 3:1-Hinspielsieg bei den Glasgow Rangers feierte das Team von Trainer Peter Bosz am Donnerstagabend einen verdienten 1:0 (0:0)-Erfolg.

Das einzige Tor der Partie vor Geisterkulisse erzielte Moussa Diaby (51.). Im Viertelfinale trifft Leverkusen am Montag (10.08.2020/21 Uhr) in Düsseldorf auf Inter Mailand, das sich gegen den spanischen Vertreter FC Getafe durchgesetzt hatte. Im Viertelfinale gibt es in dieser Saison kein Hin- und Rückspiel, sondern nur ein einziges K.o.-Spiel. Die Endrunde der letzten acht Teams wird nach der langen Corona-Unterbrechung in NRW ausgespielt.

"Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis und damit, dass wir im Viertelfinale sind", sagte Bosz. "Das eine oder andere hätten wir besser machen können. Ich habe gesehen, dass wir sehr fokussiert waren, obwohl es sehr heiß war. Es war ein sehr souveräner Sieg." Lars Bender kritisierte die Chancenverwertung: "Unsere Möglichkeiten müssen wir kaltschnäuzig nutzen und die Dinger reinmachen", forderte der Bayer-Kapitän. "Für das Finalturnier brauchen wir mentale Frische. Das wird in der Quarantäne extrem wichtig werden."

Bosz musste gegen Glasgow auf Kerem Demirbay, Mitchell Weiser (beide Gelbsperre), Paulinho (Kreuzbandriss), Karim Bellarabi (muskuläre Probleme) und Nadiem Amiri (Quarantäne) verzichten.

Havertz verpasst zwei Mal die Führung

Leverkusen ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen und attackierte die Gäste nach Ballverlust früh. Bayers Diaby (9.) hatte die erste (Halb-)Chance des Spiels, doch sein abgefälschter Flachschuss aus etwa 17 Metern blieb ungefährlich. Leverkusens Charles Aranguiz (16.) sah nach einem Foul im Mittelfeld seine zweite Gelbe Karte und wird im Viertelfinale fehlen.

Leverkusen: nach den Rangers jetzt gegen Inter
Leverkusen im Viertelfinale: Inter Mailand folgt auf die Rangers

Im Anschluss hatte Bayer zwei hochkarätige Möglichkeiten durch Kai Havertz. Zunächst traf sein Volleyschuss nach einer Flanke von Lars Bender die Latte (17.), dann tauchte der 21-Jährige nach einem langen Ball von Exequiel Palacios frei vor Rangers-Keeper Allan McGregor auf und verfehlte das Tor knapp (23.).

Statistik drückt Bayers Überlegenheit aus

Diaby (25./38), Florian Wirtz (43.) und Kevin Volland (45.) hatten weitere Chancen für Leverkusen. Glasgow wirkte oft überfordert mit dem schnellen Leverkusener Kombinationsspiel und kam in der ersten Halbzeit zu keiner Chance. Leverkusen verzeichnete zur Halbzeit 68 Prozent Ballbesitz und 8-0-Torschüsse.

Kurz nach der Pause beseitigte Diaby (51.) die letzten Zweifel am Viertelfinal-Einzug. Nach einem hohen Ball von Aranguiz ließ der 21-Jährige Glasgows Torwart McGregor keine Chance und schloss trocken mit einem Schuss ins obere rechte Eck ab. Drei Minuten nach dem Führungstreffer hatte Havertz seine dritte Großchance, scheiterte aber an McGregor.

Tapsoba klärt auf der Linie

In der 71. Minute kamen die Rangers nach einem Torwart-Patzer überraschend zu einer Riesenchance. Bayer-Keeper Lukas Hradecky segelte nach einem Freistoß am Ball vorbei, doch Edmond Tapsoba konnte den Kopfball von Glasgows Connor Goldson auf der Linie klären. In den letzten 20 Minuten ließ Leverkusen nichts mehr anbrennen und brachte die Partie souverän über die Zeit.

Quelle: wdr.de

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 06. August 2020 um 21:00 Uhr.

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