Bildergalerie: Der Mensch im Weltall

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Der Mensch im Weltall

Erdaufgang

Die Erkundung und Eroberung des Weltraums - ein uralter Traum der Menschheit. Schon im 13. Jahrhundert gab es in China erste Versuche mit Flugkörpern, die von Schwarzpulver angetrieben wurden. Doch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts machte die Raketenforschung gewaltige Fortschritte. Wie so oft spielten bei der Entwicklung militärische und machtpolitische Aspekte eine entscheidende Rolle. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Erdaufgang

Die Erkundung und Eroberung des Weltraums - ein uralter Traum der Menschheit. Schon im 13. Jahrhundert gab es in China erste Versuche mit Flugkörpern, die von Schwarzpulver angetrieben wurden. Doch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts machte die Raketenforschung gewaltige Fortschritte. Wie so oft spielten bei der Entwicklung militärische und machtpolitische Aspekte eine entscheidende Rolle.

Satellit "Sputnik"

So vollzog sich der Aufbruch der USA und der UdSSR ins All unter den Bedingungen des Kalten Krieges. Ein Wettlauf um die bessere Position im Weltraum, und ein Wettlauf um Prestige. Als die Sowjetunion am 4. Oktober 1957 den Satelliten Sputnik ins All schickte, war dies für die westliche Welt ein Schock. Die kurzen Signale, die Sputnik aus dem All sandte, erschütterten das Selbstbewusstsein der USA. Sie führten dazu, dass Washington nicht nur seine Weltraumforschung intensivierte, sondern auch deutlich mehr Geld in das Bildungssystem steckte.

Sowjetischer Satellit Sputnik 2 mit Hündin Laika

Bevor der erste Mensch ins All geschickt wurde, probierte man die Auswirkungen von Weltraumflügen an Tieren aus. Auch hier war die UdSSR schneller. Einen Monat nach Sputnik 1 startete Sputnik 2. An Bord die Hündin Laika. Sie überlebte den Flug nicht und starb schon wenige Stunden nach dem Start. Das allerdings verschwieg die sowjetische Propaganda.

Jurj Gagarin - der erste Mensch im All

Dann der nächste Überraschungserfolg für die Sowjetunion. Am 12. April 1961 schickte sie mit Juri Gagarin den ersten Menschen in den Orbit. In 106 Minuten umrundete er in der Wostok 1 die Erde. Ein weiterer Beweis für die Überlegenheit des sozialistischen Systems - so feierten ihn die staatlichen Medien.

John Glenn vor der Mercury-Atlas 6

Es dauerte noch fast ein Jahr, bis die USA nachziehen konnten. Am 20. Februar 1962 war es soweit. John Glenn umkreiste in einer Atlas-Rakete die Erde in knapp fünf Stunden drei Mal. Damit hatte das junge Zeitalter der Raumfahrt seinen zweiten Helden - nunmehr konnte auch der Westen feiern.

US-Flagge im Vordergrund und startende Saturn 5-Trägerrakete im Hintergrund

Schon vor dem Start von Glenn ins All arbeitete die amerikanische Weltraumbehörde NASA an einem Programm, das den Flug zum Mond zum Ziel hatte. 1967 begannen die sogenannten Apollo-Missionen.

Neil Armstrong und Edwin Aldrin befestigen die US-Flagge am 21. Juli 1969 auf dem Mond

Am 21. Juli 1969 schrieben die US-Astronauten Neil Armstrong und Edwin Aldrin dann Geschichte. Mit Apollo 11 gelang ihnen die erste Mondlandung. Wie sie die US-Flagge auf dem Erdtrabanten aufstellten, verfolgten weltweit Millionen Menschen am Fernseher.

Apollo 13

Doch nicht alle Apollo-Flüge verliefen erfolgreich. So kam es kurz nach dem Start von Apollo 13 im April 1970 zu einer Explosion in einem Sauerstofftank. Der Sauerstoffgehalt an Bord sank rapide, die lebenserhaltenden Systeme drohten auszufallen. Der Funkspruch der Astronauten "Houston - wir haben ein Problem" wurde legendär. In einer dramatischen Rettungsaktion stiegen die drei Astronauten zunächst in die Mondlandefähre "Aquarius" um, flogen um den Mond in Richtung Erde zurück und landeten schließlich am 17. April unverletzt mit der Apollo-Kapsel nur sieben Kilometer von dem Bergungsflugzeugträger entfernt im Meer.

LRO-Aufnahme vom Apollo-17-Landeplatz

Mit Apollo 17 endete im Dezember 1972 die kurze Ära der Mondlandungen. Die Spuren der Landemodule, Mondfahrzeuge und Astronauten sind noch heute gut sichtbar.

Modell der russischen Orbitalstation Saljut auf der Düsseldorfer Industrieschau 1974

Anders als die USA setzte die UdSSR früh auf die Entwicklung bemannter Raumstationen. Ab 1971 schickte sie mehrere Modelle unter dem Namen Saljut ins All.

Kosmonauten Valeri Bykowski und Siegmund Jähn

Flüge zur Saljut wurden auch als Symbol der Freundschaft zwischen den sozialistischen Staaten inszeniert. So kam im August 1978 der DDR-Kosmonaut Siegmund Jähn (r.) als erster Deutscher ins All.

SpaceShuttle: Columbia 1981

Nach dem Ende der kostspieligen Apollo-Missionen begannen die USA mit der Entwicklung wiederverwendbarer Raumtransporter. Es dauerte aber bis zum April 1981, bis das Space Shuttle Columbia zu einem Flug in die Erdumlaufbahn starten konnte.

Das russische Space-Shuttle Buran im Technik-Museum in Speyer

Die Sowjetunion baute in den 1980er-Jahren ebenfalls an einem Raumtransporter. Die Buran wies äußerlich erstaunliche Ähnlichkeiten mit den Space Shuttles auf. Die Buran wurde aber nur ein einziges Mal zu einem unbemannten Testflug ins All geschickt.

Sowjetische Raumstation MIR

Erfolgreicher verlief der Bau einer bemannten Raumstation. Im Februar 1986 schickte die UdSSR die Basisstation der MIR ins All - zum 27. Parteitag der KPdSU. Ursprünglich sollte sie sieben Jahre die Erde umkreisen - es wurden 15 Jahre daraus. Im März 2001 stürzte die MIR kontrolliert in den Pazifischen Ozean.

Kosmonauten der Mission TM-7 nach ihrer Landung in Baikonur

Aufsehen erregte der Fall des Kosmonauten Sergej Krikaljow (r.). Während seines Aufenthaltes auf der MIR brach die Sowjetunion auseinander. Seine Rückkehr zur Erde verzögerte sich erheblich, und als er nach 311 Tagen wieder heimkehrte, war aus dem sowjetischen Bürger Krikaljow ein russicher Bürger geworden.

Explosion des Space-Shuttles Challenger (28.01.1986)

Das Space-Shuttle-Programm der USA war nicht nur von wissenschaftlichen Erfolgen geprägt, sondern auch von spektakulären Katastrophen. So explodierte die Challenger im Januar 1986 wenige Minuten nach dem Start durch ein Leck in der Feststoffrakete.

Die glühenden Teile der zerstörten Columbia

Auch im Januar 2003 starben alle sieben Astronauten, als die Columbia beim Wiedereintritt in die Atmosphäre durch einen Defekt in der Hitzeschildverkleidung auseinanderbrach. Beide Unglücke waren nicht nur menschliche Tragödien, sie zogen auch mehrjährige Startverbote für die Space Shuttles nach sich.

Weltraumstation ISS

Bei der Entwicklung des Space-Shuttle-Programms hatte die NASA auch an die Errichtung einer eigenen Raumstation gedacht. Dieses - immens teure - Projekt wurde zusammen mit anderen Nationen vorangetrieben. Auch die Europäische Weltraumagentur ESA beteiligte sich an dem Projekt - und ab 1993 auch Russland. Damit war der Kalte Krieg auch im All endgültig überwunden.

Ulf Merbold

Ulf Merbold war der erste Nicht-Amerikaner, der 1986 an einer Weltraum-Mission der NASA teilnahm. Zugleich war er der erste Astronaut aus der Bundesrepublik. 1992 flog er erneut ins All und hielt sich 1994 als erster ESA-Astronaut auf der MIR auf.

Space Shuttle: Endeavour

Zwischen 1981 und 2011 absolvierten die fünf Space Shuttles insgesamt 135 Flüge. Das Programm wurde trotz einer teilweise kommerziellen Nutzung wesentlich teurer als erwartet - und erwies sich als technisch zu komplex.

Endeavour

Im Juli 2011 endete das Space-Shuttle-Programm der NASA, die Raumgleiter landeten - wie hier die Endeavour - im Museum.

Sojus-Kapsel

Für die ISS bedeutet das: Seither fliegen vor allem russische Sojus-Raketen zur Raumstation.

Raumkapsel "Dragon"

Doch auch private Unternehmen sind in das Geschäft eingestiegen und versorgen die Astronauten auf der ISSR mit Nachschub, wie etwa die Raumkapsel Dragon.

Drei Taikonauten sitzen in einem Raumschiff

Wie sich die Verhältnisse auf der Erde ändern, zeigt sich stets auch im All. Aufstrebende Nationen wollen ihr Selbstbewusstsein auch im Weltraum demonstrierenden. So schickt China seit 2003 Taikonauten ins All.

Dennis Tito

Zugleich hat die Kommerzialisierung des Raumfluges begonnen. Erster Weltraumtourist war 2001 der US-Unternehmer Dennis Tito. Er zahlte für einen sechstägigen Aufenthalt auf der MIR 20 Millionen Dollar.

SpaceShipTwo

Und Unternehmen wie Virgin arbeiten an Projekten wie dem suborbitalen SpaceShipTwo, das schon bald kommerzielle Flüge ermöglichen soll.

Mars-Roboter "Curiosity" bei der Arbeit auf der Marsoberfläche

Wie wird die Entwicklung der Raumfahrt weitergehen? Wird der Mensch doch irgendwann zum Mars aufbrechen, den er schon heute durch den Roboter "Curiosity" erforschen lässt? Oder wird er doch zunächst eine Station auf dem Mond errichten? Die Phantasien und Visionen der Wissenschaftler sind unendlich - wie der Weltraum.

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