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Live-Ticker Friedensnobelpreis geht nach Tunesien

Stand: 09.10.2015 11:46 Uhr

Die Buchmacher sahen Angela Merkel vorn - stattdessen geht der Friedensnobelpreis an eine Dialog-Initiative in Tunesien. Die Gruppe wird für ihr Engagement im Zuge der Jasmin-Revolution von 2011 geehrt. Hier unser Liveticker zum Nachlesen.

"Merkel hätte es verdient"

09.10.2015 10:50 Uhr

Herzlich willkommen in unserem Liveticker. Noch zehn Minuten - dann wissen wir, wer in diesem Jahr den Friedensnobelpreis erhält. Für die englischen Buchmacher ist Bundeskanzlerin Angela Merkel die Favoritin. Die Wettquote lag gestern Nachmittag bei 2/1, das heißt: Für ein eingesetztes britisches Pfund bekommt man zwei zurück. Dahinter folgten der kongolesische Arzt und Menschenrechtsaktivisten Denis Mukwege (5/1) und Papst (6/1) Franziskus. "Ich denke, es ist die Mischung aus moralischem Führungsstil und ihrem Umgang mit wirklich schwierigen Problemen, wegen der Merkel den Preis verdienen würde", Der sagt Osloer Friedensforscher Kristian Berg Harpviken. Und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker wird in der "Passauer Neuen Presse" wie folgt zitiert: "Sie hat den Friedensnobelpreis mehr verdient als Obama."

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Rückblick: Die Preisträger von 2014

09.10.2015 10:54 Uhr

Noch sechs Minuten. Zeit für einen kurzen Rückblick: Vor einem Jahr ging die Auszeichnung an die Kinderrechtsaktivisten Malala Yousafzai und Kailash Satyarthi. Besonders bemerkenswert: Die Pakistanerin Malala war damals erst 17 Jahre alt. Lesen Sie hier noch einmal das Porträt unserer Korrespondentin Silke Diettrich.

Friedensnobelpreisträgerin Malala bei einer Rede in Großbritannien

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Friedensnobelpreis geht nach Tunesien

09.10.2015 11:03 Uhr

Überraschung in Oslo: Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an das tunesische nationale Dialog-Quartett.

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"Bemühungen um eine pluralistische Demokratie"

09.10.2015 11:11 Uhr

Die tunesische Dialog-Initiative habe sich "um eine pluralistische Demokratie im Zuge des Arabischen Frühlings" verdient gemacht, heißt es in der Begründung für die prestigeträchtige Auszeichnung.

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Wer sich hinter der Initiative verbirgt

09.10.2015 11:17 Uhr

Der offizielle Name der Initiative lautet übrigens "Quartett für den nationalen Dialog". Das Quartett besteht aus dem tunesischen Gewerkschaftsverband (UGTT), dem tunesischen Arbeitgeberverband (UTICA), der tunesischen Menschenrechtsliga (LTDH) und der tunesischen Anwaltskammer. Das Nobelkommitee teilte mit, dass es die Auszeichnung als Ermutigung für das ganze Land verstehe.

Friedensnobelpreis an tunesische Initiative (Archivbild):   Wided Bouchamaoui (Arbeitgeberverband),  Houcine Abbassi (Gewerkschaftsverband), Abdessattar ben Moussa (Menschenrechtsliga) und Mohamed Fadhel Mahmoud (Anwaltskammer).

Das tunesische Dialogquartett auf einem Archivbild aus dem Jahr 2013 (von links): Wided Bouchamaoui (Arbeitgeberverband), Houcine Abbassi (Gewerkschaftsverband), Abdessattar ben Moussa (Menschenrechtsliga) und Mohamed Fadhel Mahmoud (Anwaltskammer).

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Verleihung am 10. Dezember

09.10.2015 11:29 Uhr

Das war's mit unserem Liveticker zum Friedensnobelpreis. Verliehen wird die mit acht Millionen schwedischen Kronen (850.000 Euro) dotierte Auszeichnung am 10. Dezember in Oslo. Es ist der Todestag des Preisstifters und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel.

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