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Die Angeklagte Beate Zschäpe und ihre Anwälte sitzen im Gerichtssaal im Oberlandesgericht in München an ihren Plätzen. | Bildquelle: dpa

Liveblog Verhandlung für heute beendet

Stand: 09.12.2015 17:40 Uhr

++ Prozess wird am Dienstag fortgesetzt ++ In ihrer Aussage bestreitet Zschäpe, an den zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen beteiligt gewesen zu sein ++ Entschuldigung bei NSU-Opfern ++ Angeklagte weist NSU-Mitgliedschaft zurück ++ Hier können Sie die Zschäpe-Aussage nachlesen.

Liveblog endet

09.12.2015 14:52 Uhr

Zschäpe weist die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück - die Nebenklage ist über die Aussage entsetzt. Am kommenden Dienstag wird der NSU-Prozess fortgesetzt. Unser Liveblog endet jetzt.

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ARD-Korrespondent Arnowski: "Sie kann sagen, was sie will"

09.12.2015 14:48 Uhr

Er habe große Zweifel, ob die Aussagen Zschäpes Position in dem Prozess verbessert haben, sagt ARD-Korrespondent Christoph Arnowski. Doch selbst wenn sie die Unwahrheit oder eine Teilwahrheit gesagt haben sollte, könne sie dadurch nicht zusätzlich bestraft werden.

Zschäpes Aussage: C. Arnowski, BR, mit einer Einschätzung
tagesschau24 14:15 Uhr, 09.12.2015

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Verhandlung wird Dienstag fortgesetzt

09.12.2015 14:30 Uhr

Nach der Erklärung Zschäpes wird der NSU-Prozess erst am kommenden Dienstag fortgesetzt. Die Verhandlung an diesem Donnerstag falle aus, gab der Vorsitzende Richter Götzl bekannt. Es gehe jetzt darum, Zschäpes Einlassung aufzuarbeiten. Zschäpe solle prüfen, ob sie einen Teil der Fragen nicht auch direkt beantworten könne.

Zschäpes Verteidiger Grasel hatte angekündigt, dass sie Fragen des Gerichts beantworten werde - aber nur schriftlich und erst später. Er bat den Vorsitzenden Richter daher um einen schriftlichen Fragenkatalog.

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Prozesstag beendet

09.12.2015 14:24 Uhr

Die Verhandlung ist für heute beendet. Beate Zschäpe hat das Gericht bereits verlassen.

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"Dieser Aussage glaube ich kein Wort"

09.12.2015 14:23 Uhr

Die Tochter eines vom NSU ermordeten Migranten hat die Erklärung der Hauptangeklagten Beate Zschäpe im Münchner NSU-Prozess als "total konstruiert" bezeichnet und die Entschuldigung der mutmaßlichen Rechtsterroristin zurückgewiesen. "Dieser Aussage glaube ich kein Wort. Meine von vornherein geringen Hoffnungen, dass mit dieser Erklärung endlich die genauen Umstände des Mordes an meinem Vater aufgeklärt werden, sind enttäuscht", sagte Kubasik.

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Ombudsfrau John wertet Zschäpe-Aussage als Geständnis

09.12.2015 14:15 Uhr

Die Ombudsfrau der Bundesregierung für die Opfer des NSU, Barbara John, wertet die Aussage von Zschäpe als Geständnis. "Sie hat ein umfassendes Geständnis abgelegt, so sehe ich die Aussage", sagte John der "Mitteldeutschen Zeitung". "Sich als elftes Opfer der angeblichen Alleintäter Böhnhardt und Mundlos darzustellen, ist das Einfachste, was man machen kann. Denn die beiden können nicht mehr reden." Zschäpe habe sich "als Heimchen vom Herd" dargestellt, das immer wieder gelitten habe, ohne etwas zu unternehmen. "Das ist so offenkundig, dass sie damit nur offenbart hat, dass sie dazugehört", meinte John.

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Zschäpe-Anwalt verweigert Nachfragen

09.12.2015 14:11 Uhr

Die Frage von Nebenklage-Anwalt Mehmet Daimagüler "Sind denn Fragen der Nebenkläger zugelassen?" wird von Zschäpe-Verteidiger Grasel mit einem knappen "Nein" beantwortet.
Der Vorsitzende Richter Manfred Götzl bittet Zschäpe darum, wenigstens die Fragen zu persönlichen Sachverhalten selbst zu beantworten. Sie solle das mit ihren Anwälten besprechen, so BR-Reporter Eckhart Querner.

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NSU-Untersuchungsausschuss verschiebt Sitzung

09.12.2015 14:02 Uhr

Der Untersuchungsausschuss des baden-württembergischen Landtags zum NSU hat seine Sitzung am kommenden Freitag verschoben. Grund sind die Aussagen von Beate Zschäpe.

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Zschäpes Anwalt Grasel greift alte Pflichtverteidiger an

09.12.2015 13:49 Uhr

Nach der Pause hat der neue Pflichtverteidiger von Beate Zschäpe die drei alten Anwälte der Hauptangeklagten scharf attackiert. Mathias Grasel beantragte am Mittwoch die Entpflichtung von Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm. Zschäpe sei von ihnen blockiert worden, das Vertrauen sei erschüttert, sagte Grasel. Die Angeklagte sei von ihren alten Pflichtverteidigern dazu gedrängt worden zu schweigen.

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Interview: Aussagen auf Widersprüche abklopfen

09.12.2015 13:40 Uhr

Zschäpe hat ausgesagt - nun muss das Gericht prüfen, ob sie sich in Widersprüche verstrickt hat, sagt ARD-Terrorexperte Holger Schmidt im Interview mit tagesschau.de. An der Glaubwürdigkeit der Angeklagten habe er allerdings massive Zweifel.

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ARD-Experte: Verschiedene Anträge erwartet

09.12.2015 13:28 Uhr

Der NSU-Prozess wird fortgesetzt - möglicherweise wird es nach der Zschäpe-Aussage viele Anträge geben, so ARD-Terrorismusexperte Holger Schmidt.

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Zusammenfassung: Jedwede Beteiligung zurückgewiesen

09.12.2015 12:57 Uhr

Jedwede Beteiligung von sich gewiesen - so lässt sich die Zschäpe-Aussage knapp zusammenfassen. Sehen Sie hier den Bericht von Alf Meier über den Verhandlungstag in München.

Zschäpe bestreitet ausdrücklich direkte Beteiligung an allen Taten
tagesschau 12:00 Uhr, 09.12.2015, Alf Meier, BR

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"Schon wieder ein Schlag ins Gesicht"

09.12.2015 12:48 Uhr

Die Tochter eines NSU-Mordopfers hat enttäuscht auf die Aussage Zschäpes reagiert. "Schon wieder ein Schlag ins Gesicht", sagte Gamze Kubasik in München. Sie sei wütend und könne nicht nachvollziehen, dass die Angehörigen nicht die Chance bekämen, Fragen zu stellen.

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ARD-Korrespondent: "Nichts juristisch Überprüfbares"

09.12.2015 12:42 Uhr

"Das juristische Problem ist, dass Beate Zschäpe überhaupt keine Beweise in ihren langen Erklärungen geliefert hat", so ARD-Korrespondent Christoph Arnowski bei tagesschau24.

Christoph Arnowski, BR, zu Zschäpes Aussage
tagesschau24 12:15 Uhr, 09.12.2015

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Kommentar: Mädchen in deutscher Tradition

09.12.2015 12:35 Uhr

Beim NSU-Prozess hat die Verteidigung Klischees über Frauen strapaziert, um Beate Zschäpe als naives Mädchen darzustellen: abhängig, emotional, unselbstständig. Ein Kommentar von Patrick Gensing.

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Zschäpe stilisiert sich zur Mitläuferin

09.12.2015 12:17 Uhr

Beate Zschäpe versucht offenbar, sich selbst als Mitläuferin darzustellen - und macht ausschließlich ihre beiden Freunde Mundlos und Böhnhardt für die NSU-Morde verantwortlich, berichtet ARD-Reporter Sebastian Hesse aus München.

Zschäpe stilisiert sich zur Mitläuferin
Sebastian Hesse, MDR, zzt. München
09.12.2015 11:22 Uhr

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ARD-Terrorismusexperte Schmidt: "Aussage macht Prozess komplizierter"

09.12.2015 12:04 Uhr

Einschätzung von ARD-Terrorismusexperte Schmidt zur Frage, wie Zschäpes Aussage den Prozess verändert: "Die Aussage macht den Prozess noch komplizierter. Das Gericht muss sie nun im Grunde Satz für Satz prüfen: Kann es sein, was Zschäpe sagt? Gibt es Anhaltspunkte in den Ermittlungen, dass sie lügt oder dass sie die Wahrheit sagt? Muss das Verhalten von Beate Zschäpe neu bewertet werden, wenn sich ihre Aussagen bestätigen oder nicht widerlegen lassen?
Die mehr als 50-seitige Erklärung bringt jedenfalls viel Arbeit für das Gericht mit sich und wird den Prozess nach meinem Eindruck eher verlängern, als verkürzen."

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"Zschäpe legt ein Lügenkonstrukt vor"

09.12.2015 11:57 Uhr

"Diese Art von Entschuldigung kann sie behalten - das will ich nicht hören, das will auch meine Mandantschaft nicht hören", so Nebenklage-Anwalt Daimagüler zur Zschäpe-Aussage.

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ARD-Korrespondent: "Frau Zschäpe will ihre Rolle kleinreden"

09.12.2015 11:39 Uhr

Eine schwierige Kindheit, ein Abgleiten in die rechtsextreme Szene, Unwissenheit und die Angst vor einer Haftstrafe: Es laufe ganz darauf hinaus, dass Beate Zschäpe ihre Rolle bei der Terrorgruppe NSU kleinreden wolle, sagt ARD-Korrespondent Christoph Arnowski.

Christoph Arnowski, BR, zu Zschäpes Aussage
tagesschau24 11:15 Uhr, 09.12.2015

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Pause in München - Zschäpe-Aussage vorbei

09.12.2015 11:34 Uhr

Eine Stunde Pause, die Aussage von Zschäpe ist beendet.

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Zschäpe entschuldigt sich bei NSU-Opfern

09.12.2015 11:31 Uhr

Zschäpe hat die Opfer der Terrorgruppe NSU um Entschuldigung gebeten. "Ich entschuldige mich aufrichtig bei allen Opfern und allen Angehörigen der Opfer der von Mundlos und Böhnhardt begangenen Straftaten."

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Zusammenfassung: Zschäpe weist Schuld von sich

09.12.2015 11:27 Uhr

Falls Sie jetzt erst eingestiegen sind - eine kurze Zusammenfassung: Seit 10 Uhr lässt der Anwalt von Beate Zschäpe, Mathias Grasel, eine Erklärung seiner Mandantin verlesen. Zschäpe will an keinem der zehn Morde und auch nicht an den zwei Sprengstoffanschlägen beteiligt gewesen sein. Sie sei sprachlos gewesen, als sie von ihren Freunden Böhnhardt und Mundlos davon erfahren habe.

Außerdem hat Zschäpe bestritten, Mitglied des NSU gewesen zu sein: "Ich weise den Vorwurf der Anklage, ich sei ein Mitglied einer terroristischen Vereinigung namens NSU gewesen, zurück."

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Zschäpe bestreitet NSU-Mitgliedschaft

09.12.2015 11:16 Uhr

Zschäpe hat die Mitgliedschaft im NSU bestritten. Sie habe sich weder damals noch später je als Mitglied des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) gesehen, ließ sie vor dem Oberlandesgericht München von ihrem Verteidiger erklären. Der Name NSU sei alleine eine Erfindung von Uwe Mundlos gewesen, allenfalls könne noch Uwe Böhnhardt der Gruppe zugeordnet werden.

Beate Zschäpe

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Zschäpe: "Ich brauchte sie"

09.12.2015 11:06 Uhr

"Ich war weder an den Vorbereitungshandlungen noch an der Tatausführung beteiligt." Mit diesen Worten hat Zschäpe sich im NSU-Prozess verteidigt. Von den Taten ihrer Kameraden Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos habe sie erst später erfahren: "Die Kraft mich zu trennen und mich der Justiz zu stellen hatte ich jedoch nicht."

Aus ihrer Sicht habe es sich etwa bei einem Bombenanschlag in Köln um eine "brutale und willkürliche Aktion gehandelt". Vom Bau der Bombe habe sie nichts mitbekommen. Sie habe damals resigniert und keine Chance mehr gesehen, ins bürgerliche Leben zurückzukehren: "Die beiden brauchten mich nicht. Ich brauchte sie."

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Kiesewetter laut Zschäpe wegen ihrer Pistole getötet

09.12.2015 10:59 Uhr

Die NSU-Mitglieder Mundlos und Böhnhardt haben laut Zschäpe die Polizistin Michèle Kiesewetter getötet, um deren Pistole stehlen zu können. Das Motiv für den Polizistenmord von Heilbronn galt bislang als unklar.

NSU-Mordopfer Michele Kiesewetter

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Zschäpe bestreitet Beteiligung an allen NSU-Morden

09.12.2015 10:51 Uhr

Zschäpe hat bestritten, an allen zehn Morden und den zwei Sprengstoffanschlägen beteiligt gewesen zu sein, die die Bundesanwaltschaft der Terrorgruppe NSU vorwirft. Das hat ihr Anwalt Grasel erklärt.

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Zschäpe bestreitet Beteiligung an Kölner Anschlag

09.12.2015 10:48 Uhr

Zschäpe hat bestritten, am ersten Kölner Bombenanschlag im Januar 2001 beteiligt gewesen zu sein. Ihr Freund Uwe Böhnhardt habe in einem iranischen Lebensmittelgeschäft einen Korb mit dem Sprengsatz deponiert. Bei der Explosion wurde die 19-jährige Tochter des Inhabers schwer verletzt.

Vom Bau der Bombe habe Zschäpe nichts mitbekommen, heißt es in der Erklärung. Böhnhardt habe die Bombe gebaut. Mundlos habe vor dem Geschäft gewartet.

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Abgeordnete erinnert an Getötete

09.12.2015 10:46 Uhr

Die thüringische Landtagsabgeordnete Katharina König von der Linkspartei erinnert in ihren Tweets an die Menschen, die mutmaßlich vom NSU getötet wurden.

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Zschäpe bestreitet Beteiligung am ersten NSU-Mord

09.12.2015 10:36 Uhr

Zschäpe will vorab nichts vom vermutlich ersten Mord des NSU gewusst haben. Das geht aus ihrer Aussage hervor, die derzeit ihr Anwalt verliest. Demnach hatten ihre Freunde Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im September 2000 in Nürnberg den türkischen Blumenhändler Enver Simsek erschossen.
Sie habe erst drei Monate danach davon erfahren, ließ Zschäpe erklären. Bis heute kenne sie das Motiv für den Mord nicht. Sie habe den beiden erklärt, dass sie sich der Polizei stellen wolle. Daraufhin hätten Mundlos und Böhnhardt mit Selbstmord gedroht.

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Zschäpe bestreitet Beteiligung an Banküberfall

09.12.2015 10:30 Uhr

Vom ersten Raubüberfall ihrer Freunde Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt habe sie gewusst, lässt Zschäpe erklären. Sie sei aber weder an der Vorbereitung noch an der Durchführung beteiligt gewesen.

In der Aussage heißt es: Nach ihrem Untertauchen hätten die drei Ende 1998 in ständiger Angst gelebt, entdeckt zu werden. Das Geld sei ihnen ausgegangen. Böhnhardt habe daher vorgeschlagen, einen Bankraub in Chemnitz zu begehen. Zschäpe hatte nach eigenen Angaben zu viel Angst, sich daran zu beteiligen. "Sie wollten mich ganz bewusst nicht dabei haben." Mundlos und Böhnhardt hätten ihr zuvor auch nichts von Rohrbomben und Sprengstoff erzählt, mit denen sie hantierten.

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ARD-Redakteur Gensing: "Große Zschäpe-Show"

09.12.2015 10:25 Uhr

Bislang räume Beate Zschäpe exakt das ein, was schon bewiesen ist, twittert ARD-Redakteur Patrick Gensing.

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Erstes Foto aus dem Gerichtssaal

09.12.2015 10:21 Uhr

Ihre "Alt-Anwälte" ignorierte sie zuletzt - ihren neuen Pflichtverteidiger Grasel begrüßt sie freundlich: Beate Zschäpe im Gerichtssaal in München.

Beate Zschäpe begrüßt im Gerichtssaal ihren Anwalt Grasel

Beate Zschäpe im Gerichtssaal

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Zschäpe erinnert an Beziehung zu Mundlos und Böhnhardt

09.12.2015 10:10 Uhr

Zschäpe nimmt Stellung zu ihrer Beziehung zu den beiden anderen mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. An ihrem 19. Geburtstag habe sie Böhnhardt kennengelernt. Sie habe sich in ihn verliebt, sei aber noch mit Mundlos zusammen gewesen, ließ sie über ihren Anwalt erklären.

Kurz nach Mundlos' Wehrdienst hätten sie sich getrennt. Anschließend sei sie eine Beziehung mit Böhnhardt eingegangen. So sei sie stärker in Kontakt zu Böhnhardts Freunden gekommen, die nationalistischer eingestellt gewesen seien als die von Mundlos.

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Fragen und Antworten zur Zschäpe-Aussage vom ARD-Rechtsexperten Bräutigam

09.12.2015 10:06 Uhr

Die Rechtslage zum Thema Reden oder Schweigen vor Gericht ist komplex. Eine Analyse von ARD-Rechtsexperte Frank Bräutigam.

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Zschäpe erinnert an Kindheit in DDR

09.12.2015 10:03 Uhr

Im NSU-Prozess hat die Hauptangeklagte Beate Zschäpe an ihre Kindheit in der damaligen DDR erinnert. In der Aussage, die ihr Anwalt Grasel derzeit vorliest, berichtet sie von Alkoholproblemen ihrer Mutter und Streitigkeiten mit ihr. Von der Mutter habe sie so gut wie kein Geld bekommen, sodass sie sich an kleineren Diebstählen habe beteiligten müssen.

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ARD-Terrorismusexperte Schmidt: Zschäpe lässt sich fotografieren

09.12.2015 09:57 Uhr

Bislang wandte sie sich von den Fotografen immer ab. Heute - am Tag ihrer Aussage - verhält sich Beate Zschäpe anders.

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Anwalt beginnt mit Verlesung von Zschäpe-Aussage

09.12.2015 09:55 Uhr

Soeben hat Zschäpes Anwalt mit der Verlesung der Aussage seiner Mandantin begonnen

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ARD-Redakteur Broderix: Menschen stehen seit 4.30 Uhr Schlange

09.12.2015 09:54 Uhr

Reges Interesse in München - und das seit den frühen Morgenstunden

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ARD-Terrorismusexperte Schmidt: "Alt-Anwälte" Zschäpes schon da

09.12.2015 09:50 Uhr

Aus dem Gerichtssaal twittert ARD-Terrorismusexperte Schmidt kurz vor Beginn der heutigen Verhandlung: "Zschäpe wird zwischen ihren neuen Anwälten sitzen."

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"Eine Frechheit gegenüber dem Gericht"

09.12.2015 09:47 Uhr

Schriftlich sollen nach den Aussagen Zschäpes Nachfragen möglich sein, die sie dann wiederum schriftlich beantworten will. Die Nebenklage ist empört. Lesen Sie mehr in dem Bericht von Sebastian Hesse.

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Großer Zuschauerandrang vor Münchener Gerichtssaal

09.12.2015 09:40 Uhr

Die mit Spannung erwartete Aussage der Hauptangeklagten Beate Zschäpe im Münchener NSU-Prozess sorgt für einen großen Zuschauerandrang. Bereits Stunden vor Beginn der Verhandlung warteten die ersten Besucher am Morgen vor dem Eingang des Oberlandesgerichts.

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