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Klimagipfel COP21 | Bildquelle: REUTERS

Liveblog zum Gipfel in Paris Verhandlungen in der Verlängerung

Stand: 11.12.2015 21:48 Uhr

Die Verhandlungen in Paris sind in der Verlängerung. Die ganze Nacht wollen die Delegierten weiterdiskutieren, dann soll am Samstag um 9 Uhr der Textentwurf für ein Klimaabkommen stehen. Die Entwicklungen des Freitags zum Nachlesen. Von Julia Kuttner.

Eine Nacht mehr

11.12.2015 07:45 Uhr

Was viele schon vermutet hatten, ist seit dem frühen Morgen Gewissheit. Der französische Außenminister Fabius hat die Klimakonferenz verlängert - um einen Tag bis Samstag. Wird das ausreichen?

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Verlängerung typisch für Klimakonferenzen

11.12.2015 07:53 Uhr

Es ist nichts Neues, dass eine Klimakonferenz verlängert wird. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten deshalb ihre Hotelzimmer bereits bis Samstag oder Sonntag gebucht.

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Frühdienst beim Gipfel

11.12.2015 07:53 Uhr

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Abkommen soll Samstag verabschiedet werden

11.12.2015 07:55 Uhr

Über den neuen Text soll nun weiter in den Delegationen beraten werden, wie die Konferenzleitung mitteilte. Am Samstagmorgen wollen die Franzosen dann einen endgültigen Text vorgelegen, gegen Mittag soll das Klimaschutzabkommen verabschiedet werden. "Die Dinge entwickeln sich in die richtige Richtung", wurde Konferenzleiter Fabius zitiert.
Der neue Text enthält neben dem Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, auch den besonders von den kleinen Inselstaaten geforderten Grenzwert von 1,5 Grad Erderwärmung - allerdings nur als ein zusätzliches Ziel, um Risiken und Klimaschäden deutlich zu verringern.

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Kritik von Umweltorganiationen

11.12.2015 08:30 Uhr

Die ersten Reaktionen von Umwelt- und Entwicklungsverbänden auf den gestern Abend vorgestellten Entwurf fielen geteilt aus. Von "Gewinnen und Verlusten" sprach Helen Szoke von Oxfam. Sie kritisierte die Ersetzung eines klaren Bekenntnisses zur Abkehr von fossilen Energieträgern durch den vageren Begriff Neutralität bei den Emissionen. "Der neue Verhandlungstext zeigt wichtige Fortschritte an", erklärte Christoph Bals von Germanwatch. Auch der Revisionsprozess sei wichtig, doch sei "hochproblematisch", damit erst 2023 zu beginnen.
Kritischer äußerte sich Martin Kaiser von Greenpeace: "Was auf dem Tisch liegt, ist nicht gut genug." Mehrere Verbände wiesen auch darauf hin, dass an einigen Punkten noch viel offen sei, etwa beim Thema Schadenersatz.

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Hofreiter: Lieber ein unverbindlicher Vertrag als gar keiner

11.12.2015 08:33 Uhr

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat die Einigung auf einen Entwurf für einen Klimavertrag begrüßt. «Lieber ein schwacher Vertrag als gar keiner», sagte er im ZDF-"Morgenmagazin". Dass es keinen rechtlich bindenden Vertrag geben werde, sei zwar ein grundlegender Fehler, aber von vornherein klar gewesen. Hofreiter kritisierte, die vorgeschlagenen konkreten Maßnahmen seien noch sehr schwammig. Dabei sei Klimaschutz im Grunde einfach: Die Welt müsse aufhören, Kohle, Erdöl und Erdgas zu verbrennen.

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Neuer Entwurf ist kürzer

11.12.2015 08:36 Uhr

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Akzeptabler Kompromiss für EU?

11.12.2015 08:59 Uhr

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Gefragt: Kaffeenachschub

11.12.2015 10:32 Uhr

Heute morgen gibt es lange Schlangen vor den Kaffeeautomaten auf dem Gelände der Klimakonferenz. Die langen Verhandlungsnächte zollen ihren Tribut.

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"Möge die Macht mit dir sein"

11.12.2015 10:49 Uhr

Mit einer ganzseitigen Anzeige macht die Organisation heute in der "New York Times" auf den Klimaschutz aufmerksam.

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Verhandlungen hinter verschlossenen Türen

11.12.2015 10:54 Uhr

Beim Gipfel wird weiterverhandelt - abgeschottet. Öffentliche Veranstaltungen gibt es bis Samstagmittag keine mehr.

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Umweltschutz auf dem Gipfel?

11.12.2015 11:31 Uhr

Die ARD-Reporter haben nachgefragt.

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Die "Beichtstuhldiplomatie" hat begonnen

11.12.2015 11:50 Uhr

Wer bremst beim Abkommen? Darüber informiert ARD-Reporter Mathias Werth und weiß: "Es hakt vor allem an den Finanzen."

Mathias Werth, ARD Paris, zur Verlängerung des Weltklimagipfels
tagesschau 10:45 Uhr , 11.12.2015

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Durchbruch beim Gipfel?

11.12.2015 11:54 Uhr

Können sich die 196 Verhandlungspartner wirklich noch auf verbindliche Klimaschutzziele einigen? Damit beschäftigt sich das Ressort von tagesschau24.

Bringt der Klimagipfel den Durchbruch?
Ressort tagesschau24, 11.12.2015

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Warten auf das Abkommen

11.12.2015 12:07 Uhr

Nun ist Geduld gefragt beim Warten auf den endgültigen Entwurf.

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The same procedure as every year?

11.12.2015 13:18 Uhr

Scheitert die Klimakonferenz am Egoismus der einzelnen Verhandlungspartner? Das kennt man zumindest von vergangenen Gipfeln. Deren Bilanz: Eher enttäuschend. Ein Rückblick auf tagesschau-Meldungen der vergangenen sechs Jahre.

Ergebnisse der Klimagipfel 2009-2014
tagesschau24 11:00 Uhr, 11.12.2015

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"Zukunft nicht verspielen"

11.12.2015 13:19 Uhr

Nicht nur die Verhandlungen gehen in Paris weiter, sondern auch die Protestverhandlungen.

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"Schwere Verhandlungen"

11.12.2015 13:23 Uhr

UN-Generalsekretär Ban spricht von den kompliziertesten Verhandlungen, die ein Klimagipfel je erlebt hat. Aber er betont auch: "Was wir bisher erreicht haben, ermutigt mich."

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"Ambitioniertes Abkommen" erwartet

11.12.2015 13:24 Uhr

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Neuer Textentwurf am Samstag

11.12.2015 13:26 Uhr

Konferenzleiter Laurent Fabius kündigte bei einer Pressekonferenz an, dass es am Samstag, 9.00 Uhr, einen neuen Textentwurf geben soll.

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Was sind "Beichtstuhlgespräche"?

11.12.2015 13:44 Uhr

ARD-Reporter Jürgen Döschner erklärt es.

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"Gefährlich bis tödlich"

11.12.2015 15:08 Uhr

ARD-Reporter Werner Eckert hat beim Klimagipfel eine Veranstaltung von Wissenschaftlern besucht, die Auswirkungen des künftigen Klimavertrags untersuchen. Hier sind seine Eindrücke:

Gefährlich bis tödlich nennt Professor Kevin Anderson vom "Tyndall Center for climate change" den derzeitigen Verhandlungsstand. Fünf wissenschaftliche Institute sind sich einig: dass darin maximal 1,5 bis zwei Grad Erderwärmung als Ziel festgeschrieben werden, ist gut, aber für sich genommen nur eine Hausnummer. Alle konkreten Vorgaben für die Staaten sind bereits aus dem Entwurf gestrichen. Das ist alles vage und setzt keine klaren Signale, sagt Professor Johan Rockström von der Universität Stockholm. Er rechnet vor: Wenn nur die bereits eingereichten, freiwilligen Selbstverpflichtungen der Länder umgesetzt werden, dann führt das die Welt auf mehr als drei Grad zu. Und da es bis 2030 auch keine Verbesserungen geben muss, wird bis dahin so viel Co2 ausgestoßen, dass damit auch die Chance vertan ist, jemals unter zwei Grad zu bleiben.
Ungenügend nennt auch Professor Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung die konkreten Vorgaben für den Klimaschutz. Er vertritt allerdings die Auffassung, dass die Atmosphäre vorübergehend mehr CO2 vertragen würde, wenn man es anschließend - durch Aufforstung zum Beispiel - wieder herausholt. 1,5 Grad erscheinen nach Angaben der Wissenschaftler unrealistisch. Dazu müsste der Kohle-, Öl- und Gasverbrauch der gesamten Welt schon 2020 seinen Höhepunkt erreichen und danach stark sinken, spätesten 2050 "0" sein. Die Wissenschaftler sind auch enttäuscht davon, dass von "Dekarbonisierung", also vom Abschied von fossilen Brennstoffen, nicht mehr die Rede ist. Stattdessen ist nun von "Treibhausgas-Neutralität" die Rede. Das unterstellt nämlich, dass Wälder und Ozeane CO2 aufnehmen. Steffen Kallbekken von der Universität Oslo nennt das riskant. Bislang speichere der Ozean nämlich 55 Prozent der Treibhausgase. Aber erstens wird er dadurch immer saurer und zweitens werde das nicht unbeschränkt weiter so gehen.

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Klimaforscher Schellnhuber: Deutsche Energiewende beschleunigen

11.12.2015 15:10 Uhr

Deutschland sollte seine Energiewende nach der UN-Klimakonferenz beschleunigen. Das forderte der Leiter des Potsdam-Instituts, Hans Joachim Schellnhuber. Er sagte, Deutschland sei eines der wenigen Länder, die tatsächlich einen Beitrag leisten könnten, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu
begrenzen. Er fügte hinzu: "Deutschland hat Pläne für den Atomausstieg. Wir haben national einen Plan, wie die Erneuerbaren (Energien) wachsen sollen, wie die Braunkohle zurückgefahren wird." Sollte die Elektromobilität massiv zunehmen, könnte der Anteil von Energie aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Wasser oder Sonne sogar kurzfristig sprunghaft ansteigen. "Wir haben die Forschung, wir haben das Geld, wir haben die Unterstützung der Bevölkerung", sagte der Klimaforscher. Von der Klimakonferenz gehe ein sehr starkes Signal an die Finanzwelt aus, betonte Schellnhuber. "Wenn klar ist, dass irgendwann die Kohlenstoffwirtschaft nicht mehr funktionieren wird, dann kann es relativ schnell gehen. Wer wird dann noch ein Kohlekraftwerk finanzieren wollen?"

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Brasilien tritt "High Ambition Coalition" bei

11.12.2015 16:49 Uhr

Bereits gestern hatte sich in Paris ein breites Bündnis für ein anspruchsvolles Klimaschutzabkommen gebildet. Der "Koalition des hohen Anspruchs" ("High Ambition Coalition") gehören neben den Mitgliedern der EU mehrere Staaten Afrikas und Lateinamerikas sowie die USA an. Nun trat auch Brasilien bei - für Beobachter ein Zeichen der Hoffnung, denn den aufstrebenden Schwellenländern kommt eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz zu.

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Obama telefoniert mit Chinas Staatschef Xi

11.12.2015 17:14 Uhr

Angesichts stockender Verhandlungen beim Weltklimagipfel in Paris haben sich US-Präsident Barack Obama und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping eingeschaltet. Die beiden Staatschefs hätten miteinander telefoniert, um bei den Verhandlungen über ein globales Klimaabkommen ihre "Bemühungen zu koordinieren", teilte das Weiße Haus mit.

In der Nacht zuvor hatten sich bei den Gesprächen in Paris die Fronten zwischen Industriestaaten und Schwellenländern wie China und Indien verhärtet, wie aus Verhandlungskreisen verlautete. Ungeachtet offener Streitpunkte zeigte sich Konferenz-Präsident Laurent Fabius zuversichtlich, dass die Staatengemeinschaft ein
ehrgeiziges Klimaabkommen besiegeln wird.

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"Es knirscht hinter den Kulissen"

11.12.2015 17:52 Uhr

Die Beteiligten in Paris müssen sich auf eine lange Verhandlungsnacht einstellen, sagt ARD-Korrespondent Mathias Werth. Denn hinter den Kulissen knirscht es gewaltig. Überzeugungsarbeit müssen die Diplomaten vor allem bei den Länder leisten, die den CO2-Ausstoß weiter steigern wollen - also etwa Russland, Indien oder die ölfördernden Staaten. Auch die finanziellen Hilfen für die ärmeren Länder sind ein Streitpunkt.

Mathias Werth, ARD Paris, zur Verlängerung des Weltklimagipfels
tagesschau 17:00 Uhr, 11.12.2015

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Fabius und Ban in Einzelgesprächen

11.12.2015 19:13 Uhr

Der französische Außenminister und Konferenzleiter Laurent Fabius und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon haben zahlreiche Einzelgespräche mit Teilnehmern des Klimagipfels geführt. Ihr Ziel ist es, dem Textentwurf zu einem Durchbruch zu verhelfen.

Fabius bekräftigte erneut, am Samstag um 9.00 Uhr seinen Vorschlag für einen Weltklimavertrag präsentieren zu können. Der neue Textentwurf soll die verbliebenen Streitpunkte überbrücken und noch am Nachmittag von den 196 Vertragspartnern angenommen werden. Ob dieser Zeitplan aufgeht, werden die Verhandlungen der Nacht zeigen.

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"Unsere Kondition ist gut"

11.12.2015 20:14 Uhr

Auch für die deutsche Delegation wird es eine lange Nacht. Dennoch sind die Diplomaten optimistisch, die Verhandlungen gut zu bestreiten: "Unsere Kondition ist gut", sagt Michael Schroeren, Leiter des Pressestabs im Bundesumweltministerium.

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Fabius ruft zu Kompromissbereitschaft auf

11.12.2015 21:17 Uhr

Wenige Stunden vor dem geplanten Abschluss der UN-Klimakonferenz hat Frankreichs Außenminister Laurent Fabius die Vertreter von 195 Staaten zur Kompromissbereitschaft aufgerufen. "Niemand wird hundert Prozent von dem bekommen, was er fordert", erklärte Fabius in Le Bourget bei Paris zu dem geplanten weltweiten Klimaschutzabkommen. "Wenn aber jeder auf hundert Prozent beharrt, werden am Ende alle nichts bekommen." Es gebe die einmalige Chance zum Erfolg, die es in dieser Form nie wieder geben werde, mahnte Fabius.

Abschluss der UN-Klimakonferenz verzögert sich
tagesschau 20:00 Uhr, 11.12.2015, Ellis Fröder, ARD Paris

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Ende des Liveblogs für heute

11.12.2015 21:47 Uhr

tagesschau.de beendet für heute seinen Liveblog vom Klimagipfel. Am Samstagmorgen zur Vorstellung des neuen Vertragsentwurfs in Paris finden Sie hier wieder Hintergründe und aktuelle Informationen.

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Darstellung: