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Liveblog zum Gipfel in Paris Führt ein neuer Entwurf zum Ziel?

Stand: 10.12.2015 10:44 Uhr

Bis zum Abend haben die Länder nun Zeit, den neuen Vertragsentwurf für ein Klimaabkommen zu studieren. Nach Ansicht des französischen Außenministers Fabius sind Dreiviertel aller strittigen Punkte ausgeräumt. Kommt es zu einer Einigung? Von Julia Kuttner.

Auf der Suche nach der richtigen Balance

09.12.2015 20:27 Uhr

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"Gutes, Schlechtes und Ekelhaftes"

09.12.2015 19:01 Uhr

Vorsichtig optimistisch bis kritisch - so fallen die erste Reaktionen auf den neuen Entwurf für das Klimaabkommen aus. "Der Textentwurf ist ein wichtiger Schritt nach vorn, aber noch längst nicht so, wie er am Ende sein muss", sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Noch seien intensive Verhandlungen notwendig.

Greenpeace sprach von einer "Mischung aus Gutem, Schlechtem und Ekelhaftem". In manchen Punkten sei deutlich die Handschrift von Öl-Staaten zu erkennen. Der Vorsitzende des BUND, Weiger, forderte von den Verhandlern substanzielle Änderungen: "Es ist inakzeptabel, dass die erste Revision der nationalen Klimaschutzpläne nicht vor 2023 erfolgen soll", sagte er.

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Extra-Pflichten für Industrieländer

09.12.2015 16:49 Uhr

Der in Paris vorgelegte Entwurf für einen neuen Weltklimavertrag verlangt von den Entwicklungsländern nur dann größere Anstrengungen für den Schutz des Planeten, wenn die Industrienationen in Vorleistung treten. In dem Text, den der Gastgeber Frankreich am Mittwoch bei der UN-Klimakonferenz veröffentlichte, heißt es: "Das Ausmaß, in dem Vertragsstaaten, die zu den Entwicklungsländern zählen, diese Vereinbarung umsetzen, wird davon abhängen, ob die Industriestaaten-Vertragsstaaten ihre Zusagen zur Finanzierung, zur Entwicklung und zum Transfer von Technologie sowie zur Stärkung von Kapazitäten (in den Entwicklungsländern) auch tatsächlich umsetzen."

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Annäherungen beim Klimagipfel

09.12.2015 16:49 Uhr

Die Staaten haben sich anscheinend in mehreren Streitpunkten aufeinander zubewegt. Drei Viertel aller eckigen Klammern, mit denen offene Optionen im Textentwurf für ein Abkommen markiert werden, seien ausgeräumt worden, erläuterte Konferenzpräsident Laurent Fabius. Laut dem französischen Außenminister gab es unter anderem deutliche Annäherungen bei den geplanten Berichtspflichten zum Klimaschutz-Engagement der Staaten und beim Umgang mit klimabedingten Schäden in armen Länden. Fortschritte seien auch bei der Regelung des Technologietransfers zwischen reichen und armen Ländern zu verzeichnen. Zu den besonders umstrittenen Punkten zählt laut Fabius weiter das Langfristziel, das die zentrale Säule des Abkommens bilden soll.
Dabei steht zur Debatte, den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas bis Ende des Jahrhunderts (Dekarbonisierung) zu beschließen. An diesem Punkt bremsen vor allem Ölstaaten wie Saudi-Arabien und Venezuela. Nach den Worten von Fabius gibt es auch noch deutliche Differenzen bei der Finanzierung des Klimaschutzes in armen Ländern und in der Frage nach den unterschiedlichen Pflichten für Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer.

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Zwei Grad oder anderthalb Grad?

09.12.2015 16:01 Uhr

Der Streit um das Grad-Ziel geht auch im neuen Entwurf weiter.

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Bis 20 Uhr Zeit für den neuen Entwurf

09.12.2015 15:40 Uhr

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Neuer Vertragsentwurf vorgestellt

09.12.2015 15:30 Uhr

Konferenzleiter Laurent Fabius hat den neuen Entwurf für ein Klimaabkommen vorgestellt. "Es ist noch keine endgültige Fassung, aber viele Klammern konnten gestrichen werden", sagte er bei der Pressekonferenz. Nun haben die Delegierten bis 20 Uhr Zeit, um sich den Entwurf anzuschauen.

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Neue Allianzen

09.12.2015 15:25 Uhr

Auf der Zielgeraden der Klimakonferenz schmieden die Teilnehmer fieberhaft neue Allianzen. Nach dem demonstrativen Schulterschluss mit 79 afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten am Vorabend will die EU nun auch die USA mit ins Boot holen sowie eine Reihe lateinamerikanischer Staaten. Gespräche dazu waren nach Angaben aus EU-Kreisen im Gange.

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USA verdoppeln Beitrag für Klimaanpassung

09.12.2015 15:24 Uhr

Die USA wollen ihren Beitrag zur Unterstützung ärmerer Länder bei der Anpassung an den Klimawandel verdoppeln. Das kündigte US-Außenminister John Kerry auf der UN-Klimakonferenz an. Die jährlichen Zahlungen der USA sollen demnach von 430 Millionen Dollar im vergangenen Jahr bis 2020 auf mehr als 800 Millionen Dollar steigen.

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Machtübernahme durch naturschützende Hippies?

09.12.2015 15:01 Uhr

Werden die Menschen in der Zukunft von einer brutalen Ökodiktatur gequält? Wird ihnen die Freiheit genommen, jeden Tag Fleisch zu essen, dürfen sie nur noch Elektroautos fahren, verdoppelt sich der Preis von Flügen? YouTuberin Kathrin Fricke alias Coldmirror hat sich dazu Gedanken gemacht.

Die "Ökodiktatur"
tagesschau24, 09.12.2015, Kathrin Fricke

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Müssen wir zur Klimarettung gezwungen werden?

09.12.2015 14:42 Uhr

Obwohl wir über die Konsequenzen des Klimawandels Bescheid wissen, ändern wir unser Verhalten kaum. Brauchen wir eine Ökodiktatur? Dieser Frage geht das Ressort von tagesschau24 nach.

KLIMAKONFERENZ: Brauchen wir eine ''Ökodiktatur''?
09.12.2015

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Hendricks sieht ermutigende Zeichen beim Klimagipfel

09.12.2015 14:36 Uhr

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ist mit dem Verlauf der Verhandlungen zufrieden. Die Gespräche zwischen den Ministern bezeichnete sie am frühen Mittwochnachmittag als "ermutigend". Alle Parteien seien mit dem Verhandlungsmodus einverstanden. "Eine solche Situation hat es bislang nicht gegeben", sagte sie mit Blick auf vergangene Konferenzen, bei denen es immer wieder Streit um die Geschäftsordnung gab und einzelne Staaten eine mangelnde Einbindung kritisiert hatten. Die Verhandlungsführung durch Frankreichs Außenminister Laurent Fabius lobte Hendricks als "glänzend".

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Protest mit Star Wars-Aktionen

09.12.2015 14:23 Uhr

Protestaktion der Organisation Avaaz bei der Klimakonferenz: Die ARD-Reporter haben ein Video davon gedreht.

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1,5 Grad in den Vertrag?

09.12.2015 12:45 Uhr

Die deutsche Umweltministerin hat in Paris gesagt, dass das "1,5-Grad-Ziel" im Vertrag erwähnt werden wird.

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Umweltverbände warnen vor schwachem Klimaabkommen

09.12.2015 12:12 Uhr

Vor der Bekanntgabe des neuen Textentwurfs haben Umweltschützer vor einem schwachen Verhandlungsergebnis gewarnt. "Der Text ist nicht ehrgeizig genug", sagte Jagoda Munic von der Organisation Friends of the Earth (FoE) am Rande der Beratungen der UN-Klimakonferenz in Le Bourget bei Paris.

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Neuer Entwurf kommt später

09.12.2015 12:02 Uhr

Wie verschiedene Medien berichten, wird der neue Textentwurf für ein Klimaabkommen nun erst für den Nachmittag erwartet.

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Vatikan will Klimarahmenkonvention beitreten

09.12.2015 11:10 Uhr

Der Vatikan will als 196. Staat die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen unterzeichnen. Derzeit würden die Unterlagen für einen Beitritt zur Konvention vorbereitet, sagte der ständige Vertreter des Heiligen Stuhls bei den UN, Bernadito Auza, der "tageszeitung" beim Weltklimagipfel.
Die Formalitäten für die Anmeldung sollten bis Anfang 2016 erledigt sein, fügte Auza hinzu. Das Ziel sei, "im April den Klimavertrag von Paris unterschreiben zu können». Die Initiative dazu sei von Papst Franziskus ausgegangen. Um dem Vertrag beizutreten, müsse der Vatikanstaat aber drei Monate vorher die Klimarahmenkonvention unterzeichnet haben.

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Hoffen auf ein aussagekräftiges Abkommen

09.12.2015 10:49 Uhr

Mit großer Spannung warteten die Verhandler auf einen Entwurf für den neuen Weltklimavertrag, den die französischen Gastgeber bis 13.00 Uhr angekündigt haben. Ausgangspunkt für diesen "bereinigten Text" sind die Ergebnisse der von Ministern geleiteten Arbeitsgruppen, die zuvor zwei Tage lang versucht hatten, die größten Stolpersteine aus dem Weg zu räumen. Umweltschützer Matthieu Orphelin von der französischen Fondation Nicolas Hulot erklärte: "Von dem neuen Text wird viel erwartet (...) Wir haben noch 24 Stunden, um ehrgeiziger zu werden." Bis Donnerstagabend will die französische Konferenzleitung eine Einigung vorweisen können, damit am Freitag dann der erste weltweite Klimaschutz-Deal beschlossen werden kann. Er soll die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung eindämmen.

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